Written by 0:13 Alle Nachrichten, Bildung & Jobsuche

Lebendige Partnerschaft: Gäste aus Frankreich und Schüler der KAS auf gemeinsamer Spurensuche

Petersberg. Die Partnerschaft zwischen Petersberg und Billère in Südfrankreich lebt! Auf diesen kurzen Nenner lässt sich die erlebnisreiche Woche bringen, die Schülerinnen und Schüler der Konrad-Adenauer-Schule zusammen mit ihren französischen Gästen verbrachten.

Höhepunkt war einmal mehr die Ausgestaltung des Europatags, der im politischen Programm der Städtepartnerschaft zwischen Petersberg, Billère und auch Sabinianigo (Spanien) mittlerweile fest verankert ist. Ganz im Sinne des europäischen Gedankens verbrachten dabei die Schüler der neunten Klasse einen Projekttag am Grenzmuseum Point Alpha bei Rasdorf: Zusammen mit Schülern des Collège du Bois d’ Amour in Billère  und einer Gruppe der Staatlichen Regelschule Breitungen in Thüringen  begaben sie sich auf Spurensuche an jenem Ort, an dem Europa bis vor 23 Jahren noch geteilt war.

Die Petersberger Schüler waren unter anderem in Begleitung ihres 2. Konrektors Ralf  Kleemann, der den Austausch insgesamt koordiniert, den Lehrerinnen Sarah Bleuel (Petersberg), Marie Raillard und  Cathy Bernabeu,  Monsieur und Madame Fuschs vom Partnerschaftsverein Billère und Otto Möller vom Partnerschaftsverein Petersberg. Einen kurzen Besuch am Point Alpha stattete auch Petersbergs Bürgermeister Karl-Josef Schwiddessen ab, der dort auf seinen Amtskollegen Peter Heimrich aus Breitungen traf.

In gemischten Gruppen absolvierten die Schüler eine Rallye im ehemaligen US-Camp und im Grenzmuseum, dem so genannten Haus auf der Grenze. Die pädagogische Betreuung lag unter anderem in den Händen von Karl Hohmann (Lichtbergschule Eiterfeld), der den Schülern zuvor eine umfassende Einführung in die Thematik präsentiert hatte. Dabei war es besonders beeindruckend, wie erschrocken die französischen Gäste über die  grausamen Details der innerdeutschen Grenze waren. Denn 1600 Kilometer entfernt vom Point Alpha konnte sich niemand so wirklich vorstellen, wie diese Grenze gesichert war.

Emotionaler Höhepunkt war ein Abschlussgespräch mit Berthold Dücker, dem „geistigen Vater des Point Alpha“ (diese Bezeichnung verwendete der Gesamtverantwortliche des Projekts, der Petersberger Konrektor Ralf Kleemann), der den Gästen von seiner Flucht aus der ehemaligen DDR berichtete.

Umrahmt wurde das Besuchsprogramm der französischen Gäste an der Adenauerschule unter anderem von einem Empfang im Petersberger Rathaus. Dort betonte Bürgermeister Schwiddessen, wie wichtig Begegnungen auf europäischer Ebene in der heutigen Zeit für die jungen Leute seien. Er dankte der Schule für den Einsatz im Sinne der Partnerschaft. Adenauer-Schulleiterin Anke Schüler dankte ihrerseits der Gemeinde für die Unterstützung und versprach, die Partnerschaft mit der Schule in Frankreich weiter auszubauen.

Weitere Programmpunkte waren eine Fahrt nach Frankfurt, eine große Rhönexkursion sowie ein Besuch am Biobauernhof Hillenbrand in Lehnerz. Zudem standen Teilnahmen am Unterricht in der Petersberger Realschule auf dem Programm, so dass sich die französischen Gäste auch einen Überblick über das Arbeiten an Schulen in Deutschland verschaffen konnten. Voller neuer Eindrücke und mit etlichen geschlossenen Freundschaften im Gepäck traten die Franzosen den Heimweg an, nicht ohne die Petersberger für das  kommende Schuljahr nach Frankreich einzuladen.

Visited 3 times, 1 visit(s) today
Close