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Vortrag Geschichtsverein am 12. April 2012 – Unrecht an der ehemaligen innerdeutschen Grenze

Fulda (hm). Ab 1952 bis in die 1980er Jahre ließ die DDR-Regierung in den Grenzregionen zur Bundesrepublik Deutschland Hunderte von Häusern und Höfen niederreißen. Ganze Dörfer und Weiler wurden von dieser Abrisswelle ausgelöscht. Die von den Maßnahmen betroffenen Menschen galten den Machthabern der DDR aus den verschiedensten Gründen als unzuverlässig. Sie wurden  ab 1952 aus dem Grenzgebiet ausgewiesen und in das Innere des Landes deportiert. Vor den drohenden Zwangsmaßnahmen flüchteten bis Sommer 1961 viele Menschen in den Westen.

Aus dem Geisaer Amt kamen auf diese Weise ganze Familien in den Kreis Fulda. Die aufgelassenen Häuser und Höfe gingen  entweder in staatliche Hand über oder wurden Zug um Zug dem Erdboden gleichgemacht. Diese Vorgänge sind in einer Dokumentation zusammengefasst, die kürzlich in Buchform erschienen ist. Wolfgang Christmann, einer der beiden Autoren des Bandes, hat jahrelang umfassend  bei Betroffenen und in den Archiven recherchiert. Seine Ergebnisse stehen im Mittelpunkt eines vom Fuldaer Geschichtsverein veranstalteten Vortrages am Donnerstag, 12. April 2012, 19.30 Uhr, im Vortragssaal des Vonderau Museums.

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