Fulda. Am Dienstag, 28. Februar 2012 um 20 Uhr wird im Schlosstheater Fulda die Oper „Orpheus und Eurydike“ aufgeführt. In Glucks “Orpheus und Eurydike” von 1762 sind die Prinzipien im Schaffen des Komponisten, Einfachheit, Wahrheit und Natürlichkeit, genial vereint. Unter dem Einfluss der Musikästhetik Rousseaus konzentrierte sich Gluck auf die Kraft des unverstellten Ausdrucks und auf die Natürlichkeit des Gesangs. Orpheus trauert um seine geliebte Eurydike während seine Freunde ein ausgelassenes Fest feiern, ohne seine Verzweiflung zu bemerken. Er fühlt sich verlassen und beschließt spontan, ebenfalls diese Welt zu verlassen.
Dabei gerät er in einen Zustand zwischen Leben und Tod, in der er sich und Eurydike, aber auch die Gesellschaft von einer übergeordneten Ebene selbst betrachten kann. Die Grenzen zwischen Leben und Tod verschwimmen. Er fasst wieder Mut. Mit dem berühmten Reigen seliger Geister, dem Tanz der Furien und Orpheus Klagelied „Ach, ich habe sie verloren“ – einer der berührendsten Arien der Operngeschichte.
Dienstag, 28.2.2012, 20 Uhr
Orpheus und Eurydike
Oper von Christoph Willibald Gluck
Kammeroper Prag in Koproduktion mit dem Theater Liberec
Inszenierung: Martin Otava
Musikalische Leitung: Martin Doubravsky