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Neu von der Geschichtswerkstatt: Geschichte Stockheims / Auswanderung aus Gelnhaar

Büdingen. Adolf Kaiser hat in diesem Buch die wesentlichen Ereignisse in der Geschichte seines Heimatdorfes zusammengestellt. Beginnend bei der Vorgeschichte der Siedlung beschreibt er die wichtigsten Begebenheiten und Entwicklungen bis in die Gegenwart. Dazu beleuchtet er die zentralen Punkte der Stockheimer Geschichte: Die kirchlichen und politischen Zugehörigkeiten, Kriegsleiden, das Schulwesen, die Zuckerfabrik und die kommunale Gebietsreform. Im Anhang findet sich eine Aufstellung aller Bürgermeister in der Gemeinde Stockheim und Glauburg. Viele Fotos illustrieren längst vergangene Zeiten. Den Alteingesessenen wird Vergessenes wieder vor Augen geführt, Zugezogene erfahren Wissenswertes über ihren Wohnort.

Adolf Kaiser wurde 1935 geboren. Als knapp 10jähriger erlebte er das Ende des Krieges, den Hunger und die Not der Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten. Er erlernte den Beruf des Eisenbahners und war in den Vereinen seines Heimatortes aktiv. Recht früh interessierte ihn die Geschichte seiner Heimat und besonders Stockheims. Er sammelte Festbücher und Abhandlungen, in denen dessen Geschichte festgehalten wurde und verband dies mit der Entwicklung der lokalen Eisenbahn, mit der die Vergangenheit Stockheims so eng verbunden ist. Sein Wissen hat er in verschiedenen Beiträgen veröffentlicht und in Bildvorträgen im Modellbahnhof Stockheim einem interessierten Publikum vorgelegt. Adolf Kaiser darf als Kenner der Heimatgeschichte und der Geschichte der regionalen Eisenbahn bezeichnet werden.

Schiffspassage ohne Rückfahrticket – Geschichte der Auswanderer aus Gelnhaar von Renate Zyszk

„Schiffspassage ohne Rückfahrticket“ bedeutete für die Gelnhaarer, die ihre Heimat verließen, eine Fahrt ins Ungewisse. Einen Weg zurück gab es nicht mehr, es zählte nur „nach vorne schauen“. Aller Besitz, vom Häuschen und der Felder bis zum Haushaltsgeschirr, wurde verkauft, um die Schiffspassage zu finanzieren. Mit nur sehr wenig Kapital begann der Neuanfang in Amerika und harte Arbeit war angesagt, doch das war man ja gewohnt. Natürlich brauchte man auch eine Portion Glück oder gute Freunde, die beim Neustart halfen. Doch hier lohnte sich die harte Arbeit, trotz Bürgerkrieg und Überfällen, die natürlich ein schwerer Rückschlag waren. Sie brachten es zu Wohlstand, der ihnen in der alten Heimat nicht beschieden war.

Renate Zyszk hatte sich nach dem Kontakt zu einigen, vor mehr als 150 Jahren in die USA ausgewanderten Gelnhaarern dazu entschlossen, deren Geschichte genauer zu untersuchen. Die Hamburger und Bremer Passagierlisten waren keine große Hilfe. Hier konnte sie nur wenige Gelnhaarer Auswanderer finden. Auch die Auswandererkartei des Staatsarchivs war nicht allzu ergiebig. Ergiebig dagegen waren die Militärunterlagen, die von den Bürgermeistern mit Kommentaren und Auswanderungsdaten versehen wurden, sowie Gerichtsakten, die auch Vollmachten der Erbberechtigten in den U. S. A. enthielten, aus denen ihr neuer Aufenthaltsort hervorging.

Was die Auswanderungen der Gelnhaarer nach Fort Smith in Arkansas betrifft, so waren die Unterlagen von Mrs. Mary Nell Euper sehr hilfreich und wurden zum Teil übersetzt übernommen. Ausgiebig mit Fotos und Unterlagen versorgt wurde Renate Zyszk durch den 99jährigen Ur-Enkel des Casper Reutzel, Charles, dem Ur-Ur-Enkel von Heinrich und Margarethe Mehmel, Joe Lorenz, dem Enkel von Heinrich Dick, Major David Arthur Dick. Auch dessen Cousine Dr. Marilyn Barr ließ ihr Fotos zukommen, sowie die Enkelin von Johannes Bauer, Mrs. Nancy Robertson.

Schiffspassage ohne Rückfahrticket
ISBN 978-3-939454-65-6
DIN A5, Softcover, 69 Seiten, 58 Bilder, davon 10 Farbbilder
9,00  € zuz. 2,00 € Versandpauschale

Stockheim – 1000 Jahre und mehr – Auf der Sonnenseite der Bleiche
ISBN 978-3-939454-66-3
DIN A5, Softcover, 125 Seiten, 48 Bilder
10,00 € zuz. 2,00 € Versandpauschale

 

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