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„Selbstständige Schule“ – Projekt des Arbeitskreises Schule und Bildung

Fulda. Über aktuelle Themen der hessischen Schulpolitik informierte sich der Arbeitskreis Schule und Bildung der CDU-Kreistagsfraktion im Staatlichen Schulamt Fulda. Dabei konnte der Leitende Schulamtsdirektor Wolfgang Kremer neben den Mitgliedern der CDU-Fraktion (angeführt von Martina Hering, Leiterin des Arbeitskreises, und dem Landtagsabgeordneten Dr. Norbert Herr) auch Landrat Bernd Woide, den Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Heiko Wingenfeld und Marion Frohnapfel, die neue Leiterin des Fachdienstes Schulen, begrüßen. Zum Projekt „Selbstständige Schule“, das den Schulen in Hessen schrittweise mehr Eigenverantwortung und damit mehr Entscheidungskompetenz überträgt, wurde bekannt, dass mit der Ulstertalschule Hilders und der Don-Bosco-Schule Künzell zwei Schulen des Kreises zu den insgesamt hessenweit 24 Schulen der Pilotphase gehören, die bereits entsprechende Kompetenzen mit dem Kleinen Schulbudget erworben haben sowie erfolgreiche Arbeit in Qualitätsbereichen des Hessischen Referenzrahmens nachweisen können.

Es  wurde mitgeteilt, dass alle Schulämter erhalten bleiben (ursprünglich war eine Zusammenlegung der Ämter im Gespräch) und somit weiterhin wichtige Aufgaben in der Region übernehmen können. Dazu zählen die Schulaufsicht und die Beratung als Service für die Schulen ebenso wie die Kontrolle über die Personaleinstellung. Für den Fortbestand der Ämter und die Wahrung von wichtigen Funktionen in der Region (also auch im Kreis  Fulda) hatte sich der Abgeordnete Dr. Herr in Wiesbaden stark gemacht. Er werde dies auch weiterhin tun und zusammen mit den Beschäftigten des SSA Fulda dafür kämpfen, dass die Schulämter selbstständige Dienststellen bleiben.  Die Schulämter sollen über ein zentrales Landesamt geführt werden. Überlegungen zur Schaffung eines zentralen Landesschulamtes wurden hingegen kritisch gesehen, da dies nicht dem erklärten Sparwillen entspreche. Die Beteiligten äußerten die Notwendigkeit, dass die Staatlichen Schulämter  in jedem Fall als selbstständige  Dienststellen zu erhalten seien. Dies ist derzeit noch offen.

Die von der Kultusministerkonferenz beschlossene  Weiterentwicklung der sonderpädagogischen Förderung als ein Schritt zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zur inklusiven Bildung von Kindern in Regelschulen wird weiter voran getrieben. Damit ist das Recht der Eltern verbunden, für ihre Kinder mit Behinderungen entweder eine Förder- oder eine passende Regelschule, auszuwählen. In diesem Zusammenhang kamen die Teilnehmer der Gesprächsrunde zu dem Ergebnis, dass die Region Fulda nicht zuletzt durch die neue St.Lioba-Schule am Herz-Jesu-Krankenhaus und das Kompetenzzentrum in Petersberg, aber auch durch die bereits bestehenden Förderschulen, besonders gut ausdifferenziert sei.

Weiterhin erfuhren die Kommunalpolitiker, dass das seit dem Schuljahr 2005/06 bestehende Ganztagsangebot an den hiesigen Schulen im kommenden Schuljahr weiter ausgebaut wird. Während die pädagogische Nachmittagsbetreuung (in der Regel qualifizierte Hausaufgabenbetreuung und umfangreiches Angebot an Arbeitsgemeinschaften) neu an der Lüdertalschule und der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule (beide Großenlüder) sowie an der Brüder-Grimm-Schule Fulda eingeführt wird, arbeiten die Pestalozzischule und die Domschule Fulda und künftig auch das Kompetenzzentrum als ganztägige Schulen.

Zum Abschluss bekräftige Arbeitskreisvorsitzende Hering, dass die enge Zusammenarbeit der Schulen mit dem Schulamt auch in Zukunft von zentraler Funktion bleibt. Die CDU-Fraktion des Kreistags setze sich mit ihrem Landtagsabgeordneten Dr. Herr weiter vehement für dessen Fortbestand als eigenständige  Behörde ein.

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