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Kreisbrandinspektor Dr. Björn Steisel zieht 100-Tage-Bilanz – „Feuerwehren im Landkreis sind größtenteils gut aufgestellt“

Fulda. Am 1. Oktober 2011 hat Dr. Björn Steisel seinen Dienst als Kreisbrandinspektor des Landkreises Fulda angetreten. Der aus Nordhessen stammende Chemiker war zuvor bei der BASF-Werkfeuerwehr in Ludwigshafen am Rhein tätig, hielt aber stets auch Kontakt zur alten Heimat. Im Folgenden zieht der 31-jährige eine Bilanz seiner ersten hundert Tage in der neuen Funktion.

Was waren Ihre Beweggründe, sich als Kreisbrandinspektor beim Landkreis Fulda zu bewerben?

Die Hauptbeweggründe sind familiär geprägt. Beruflich bedingt habe ich mit meiner Frau und den Kindern einige Zeit in der Rhein-Neckar-Region gelebt. Auf Dauer wurde uns jedoch die Entfernung zur restlichen Verwandtschaft zu groß. Durch die jetzige Wohnsitzwahl ist wieder ein engerer Kontakt zur Familie möglich.

Hatten Sie in der Vergangenheit Berührungspunkte mit Feuerwehren aus dem Landkreis?

Vor Aufnahme meiner Tätigkeit beim Landkreis Fulda hatte ich bereits Kontakt zur Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Fulda. Ich habe gemeinsam mit dem Leiter der städtischen Feuerwehr die Ausbildung zum höheren feuerwehrtechnischen Dienst absolviert.

Foto: Max Colin Heydenreich

Wie wurden Sie von den Kollegen der Feuerwehr und den Mitarbeitern der Kreisverwaltung aufgenommen?

Die Feuerwehren haben mich herzlich begrüßt. Leider konnte ich bis jetzt noch nicht bei jeder Wehr vorbeischauen, aber ich habe mir fest vorgenommen, zeitnah jeder Feuerwehr einen Antrittsbesuch abzustatten. Zu den Mitarbeitern im Amt ist schon nach kurzer Zeit ein gutes Verhältnis entstanden, so dass die Wege kurz gehalten werden können, weil man seine Ansprechpartner kennt.

Was waren Ihre ersten Aktivitäten?

Im Bereich der überörtlichen Hilfe müssen neue Wege beschritten werden. Hierzu gab es schon einige Gespräche. Derzeit bin ich verstärkt damit beschäftigt, gute Kontakte zu benachbarten Kreisen, den Hilfsorganisationen und weiteren Einheiten in der Gefahrenabwehr aufzubauen und zu vertiefen.

Welchen Eindruck haben Sie bislang von den Feuerwehren im Landkreis gewonnen?

Die Feuerwehren im Landkreis sind zum größten Teil gut aufgestellt. Fachlicher Rat wird sehr gut aufgenommen, kritisch diskutiert und im erforderlichen Maß umgesetzt. Die Bereitschaft der Feuerwehrkameraden und besonders der beteiligten Führungskräfte zum ehrenamtlichen Engagement kennt nahezu keine Grenzen.

Wo wollen Sie Schwerpunkte bei Ihrer Arbeit setzen?

Um eine optimale Arbeit zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger gewährleisten zu können, bedarf es noch einiger Umstrukturierungen. Bereits gut funktionierende Strukturen gilt es zu stärken, weniger effektiv nutzbare, teilweise historisch gewachsene Strukturen müssen überprüft werden. Wir müssen den Weg des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses gehen.

Welche Zukunftsvision von Feuerwehr haben Sie?

Weil immer mehr Spezialaufgaben auf die Feuerwehren verlagert werden, wird sicherlich eine Spezialisierung stattfinden. Die Aufgabe der überörtlichen Planung wird es sein, Aufgaben und Zuständigkeiten so zu verteilen, dass die Feuerwehren leistungsfähig bleiben und Spezialkräfte innerhalb kurzer Zeit zur Unterstützung der zuerst eintreffenden Kräfte verfügbar sind.

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