Fulda. Europa bestimmt immer stärker unser tägliches Leben und bietet eine Fülle beruflicher Chancen. Trotzdem ist es für viele noch immer ein Buch mit sieben Siegeln. Ein Grund: Im Schulunterricht kommt das Thema häufig zu kurz und wird den Jugendlichen zu abstrakt und fern vom realen Leben präsentiert. Am Ende bleibt der Eindruck: Die Politik wird in Brüssel gemacht, damit haben wir nichts zu tun. Anlässlich der Europawoche lud die IHK Fulda gemeinsam mit den Berufsschulen der Region Schülerinnen und Schüler zu einem spannenden Vortrag ein.
Europa wurde ganz konkret, als Referentin Marie L. Williams, Geschäftsführerin der Global Schools in Fulda, vor rund 100 Berufschülern und –schülerinnen aus erster Hand über Kommunikationsklippen berichtete. Die Sprachtrainerin griff unter anderem Unterschiede in den Kulturen auf und zeigte anhand konkreter Beispiele, warum das Leben in anderen Ländern ganz anders ist und wie Fettnäpfchen in der Berufswelt vermieden werden können. „Mein Ziel ist es, für verbindende Kommunikationswege zu sensibilisieren.“
In vielen interessanten Beispielen machte die Spezialistin für Fremdsprachen bewusst, dass gutes Benehmen in Deutschland nicht gleichzeitig gutes Benehmen im Ausland bedeutet. Am Ende der Veranstaltung lud die Referentin ein: „Neugierig auf das Andere zu sein – man sollte nicht nur die Sprache, sondern auch den Menschen verstehen.“
„Mir hat der Stil des Vortrages gut gefallen. Ich fand es sehr interessant, so viel über internationale Unterschiede und Verhaltensregeln zu erfahren“, sagte Sven Schmitz, Schüler der Eduard-Stieler Schule. „Und die Tipps und Beispiele kann man auch gut gebrauchen“, ergänzte Veronika Schum, ebenfalls Schülerin auf der Eduard-Stieler-Schule.
„Die Jugendlichen sind gut beraten, wenn sie ihre internationalen Chancen nutzen – ob beim Erlernen einer Fremdsprache oder beim Auslandsbesuch. Und das Interesse daran besteht, hat diese Veranstaltung gezeigt“, zog Armin Gerbeth, Leiter Aus- und Weiterbildung bei der IHK Fulda im Anschluss an die Veranstaltung Bilanz.