Fulda, Freiburg, Phnom-Penh. Gut eine Woche war kürzlich eine Delegation von Vertretern aus Kirche und Caritas im Rahmen einer so genannten Dialogreise von Caritas international, dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, in Kambodscha unterwegs. Mitglied der Delegation war auch der Fuldaer Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch. Ziel der Dialogreise war es, sich vor Ort ein eigenes umfassendes Bild über die Arbeit der Caritas in dem Land in Südost-Asien machen zu können: Welche gesellschaftlichen Problemstellungen und Nöte der Menschen beschäftigen den dortigen Schwesterverband der katholischen Kirche, und welche Lösungsansätze hat die lokale Caritas Kambodscha entwickelt?
Bei allen besuchten Projekten in der Umgebung der Städte Phnom Penh, Siem Reap sowie Battambang wurde deutlich, dass die Caritas vor Ort auf Hilfe zur Selbsthilfe setzt: „Es geht immer darum, die Hilfebedürftigen aktiv einzubeziehen und Abhängigkeit von ständiger Hilfe zu vermeiden“, betont Markus Juch. „Alle sollen sie ihr Leben baldmöglichst wieder selbst in die Hand nehmen können.“ Auf dem Besuchsprogramm standen  Projekte zur Dorf- und Gemeinwesenentwicklung, Gesundheitsvorsorge sowie Früherkennung und Frühförderung von Kindern mit Behinderungen, zur Entwicklung von Selbsthilfeinitiativen und Zukunftsperspektiven bei der Bekämpfung von Armut, zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen sowie zur Hilfe für AIDS-Kranke und HIV-Positive beschäftigen. Aus aktuellem Anlass stand zudem auch die Nothilfe für die Flutopfer der Überschwemmungen vom Herbst dieses Jahres im Blickfeld der Besucher.
Im Rahmen der Dialogreise kam es auch zur Begegnung mit führenden Vertretern der kambodschanischen Kirche und der Politik. In Phnom Penh gab es einen Empfang durch Dr. Seng Huor Tao, Mitglied und Senior Minister in der kambodschanischen Regierung, der sich ausdrücklich interessiert an einem weiteren Engagement der deutschen Caritas in Kambodscha zeigte. Einig waren sich alle Reiseteilnehmer, dass die Projekte der kambodschanischen Caritas für die soziale Arbeit in Deutschland durchaus Lehrstoff böten. Caritasdirektor Dr. Juch: „Wir haben interessante Ansätze für die Sozialarbeit kennen gelernt, und bestimmt konnte jeder von uns auch den einen oder anderen Impuls für die eigene Arbeit mit nach Hause nehmen!“
Spenden für die Caritas-Arbeit in Kambodscha werden erbeten auf das Spendenkonto Caritas international:
Kto-Nr. 202
Stichwort: Kambodscha
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
BLZ 660 205 00
www.caritas-international.de

