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Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung gegründet

Wiesbaden. Mit der offiziellen Gründung in Berlin nimmt das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) mit seinen sieben Partnerstandorten die Arbeit auf. Frankfurt ist einer dieser Partnerstandorte. Federführende Einrichtung ist hier die Medizinische Klinik III des Klinikums der Goethe-Universität; eingebunden ist ferner die Expertise der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Kerckhoff-Klinik und des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung (beide in Bad Nauheim). Die Koordination des Partnerstandorts liegt bei Prof. Dr. Andreas Zeiher (Frankfurt). Die Gesamtkoordination des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung hat Prof. Dr. Thomas Eschenhagen (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf).

Das DZHK ist eines von fünf neuen Nationalen Gesundheitsforschungszentren, die in den nächsten Jahren mit zusammen rund 400 Millionen Euro des Bundes und der Sitzländer auf- und ausgebaut werden und sich den wichtigsten Volkskrankheiten widmen sollen. Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann wies darauf hin, dass Hessen an den vier jüngsten nationalen Gesundheitszentren mit jeweils einem Partnerstandort beteiligt sei und in einem der Zentren sogar die inhaltliche Federführung habe. „Von 2011 bis 2015 werden insgesamt 50 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel in den Aufbau der hessischen Partnerstandorte fließen“, sagte die Ministerin.

Das DZHK hat sich das Ziel gesetzt, neueste Erkenntnisse auf dem Gebiet der Prävention, Diagnose und Therapie von kardiovaskulären Erkrankungen in die klinische Praxis umzusetzen und damit neueste Forschungsergebnisse schneller für die medizinische Praxis nutzbar zu machen. Es konzentriert sich mit einem koordinierten Forschungs- und Anwendungsprogramm auf die häufigsten Herz-Kreislauf-Beschwerden. Die Arbeitsprogramme der Partnerstandorte widmen sich den Themen Gefäßerkrankungen, erbliche und entzündliche Herzerkrankungen, Herzversagen, Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz, Präventionsmechanismen und bildgebende Verfahren des Herzens.

Jeweils mindestens zwei Standorte arbeiten projektbezogen eng zusammen. Daneben werden übergreifende Forschungsinitiativen bearbeitet, an denen möglichst alle Standorte beteiligt sind. So sollen große multizentrische klinische Studien und dadurch Leitlinien für präventische Studien im Bereich der Herz-Kreislauf-Medizin erarbeitet werden. Für die Aktivitäten des Standorts Frankfurt werden neben zahlreichen weiteren wichtigen Projekten die Expertisen des Exzellenz-Clusters Cardiopulmonary Systems – eines gemeinsamen Clusters der Universitäten Frankfurt und Gießen – und des LOEWE-Zentrums Zell- und Gentherapie gebündelt.

Neben Frankfurt sind folgende weitere Partnerstandorte an dem DZHK beteiligt:

  • Partnerstandort Berlin-Potsdam: Max Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch, Charité-Universität Medizin Berlin, Deutsches Herzzentrum Berlin, Robert-Koch-Institut in Berlin und Deutsches Institut für Ernährungsforschung in Potsdam
  • Partnerstandort Göttingen: Universitätsklinikum Göttingen, Deutsches Primatenzentrum, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen sowie Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin in Göttingen
  • Partnerstandort Greifswald: Ernst-Moritz-Arndt-Universität und Universitätsklinikum in Greifswald
  • Standort Hamburg-Kiel-Lübeck: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf der Christian-Albrecht-Universität in Kiel, Universität zu Lübeck, Europäisches Laboratorium für Molekular-Biologie (EMBL) in Hamburg und Asklepios-Klinik St. Georg in Hamburg
  • Partnerstandort Heidelberg/Mannheim: Universitätsklinikum Heidelberg der Medizinischen Fakultät Mannheim, Deutsches Krebsforschungszentrum und EMBL in Heidelberg
  • Partnerstandort München-Martinsried: Technische Universität München, Klinikum München Rechts der Isar, der Ludwig-Maximilians-Universität München, Klinikum der Universität München, Helmholtz-Zentrums München und Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried.
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