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Teilnehmer des Musicals „Alles für Fulda – ein Neuanfang in der Nachkriegszeit“ spenden 6.000€

Petersberg. Passend zum dritten Adventssonntag, der auch „Gaudete – Freuet euch!” genannt wird, fand am vergangenen Samstag eine Vorabendmesse in der Rabanus-Maurus-Kirche am Petersberg statt, während der die Teilnehmer des Musicals „Alles für Fulda“ insgesamt 6.000€ spendeten. Markus Goldbach, der für die Mitwirkenden sprach: “Durch neun ausverkaufte Vorstellungen des Musicals „Alles für Fulda“ und durch die Unterstützung der Sponsoren, der Pfarrgemeinde und den vielen Freiwilligen war es uns möglich einen Gewinn zu erwirtschaften, den wir heute spenden möchten.“ Goldbach unterstrich, dass es ihnen wichtig gewesen sei die Freude und den Spaß, die sie während der Aufführungszeit empfunden haben, zu teilen und anderen Menschen zu helfen. „Freude bringt ihr mit eurem Gesang, dem Musical und der damit verbundenen Spende“, so Pfarrer Jan Kremer und fügt hinzu, dass es ihn stolz mache solch engagierte junge Menschen in seiner Gemeinde zu haben.

Die 4.000€, die an die Pfarrgemeinde St. Peter Petersberg gingen, wolle er für die Lioba-Ausstellung nutzen. Hierdurch würden dann wieder Gelder frei, die er dringend für die sogenannte Haustürarbeit brauche. „Gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten, wie wir sie derzeit haben, nehmen die Aufgaben in diesem Bereich stetig zu“, so Kremer. Immer mehr Menschen befänden sich in Not leidenden Situationen und durch das Geld könne er ihnen ein Stück weit helfen. Thorsten Hammer und Sebastian Blümel gaben einen Einblick in die Arbeit der Wohnungslosenhilfe Haus Jakobsbrunnen in Fulda. Leben auf der Straße sei kein freiwilliges und romantisches Abenteuer, sondern in der Regel das Ergebnis eines längerfristigen Verarmungs- und Ausgrenzungsprozesses, von persönlichen tief greifenden Schicksalsmomenten in der Biographie verunsicherter Menschen.

Das Haus Jakobsbrunnen bietet obdachlosen Menschen unter anderem die Möglichkeit sich zu waschen oder dient als Schlafplatz in der kalten Jahreszeit. „Ihr habt im Lied „Alles für Fulda“ vom Leid aber auch der Hoffnung der Menschen nach dem 2. Weltkrieg gesungen. Mit eurer großzügigen Spende über 1.000€ können wir den Menschen von Heute helfen, wofür wir euch sehr dankbar sind“, so Blümel. Weitere 1.000€ gingen an das indische Priorat der Lioba-Schwestern. Hier haben die Schwestern vielfältige Aufgaben im Bildungsbereich, der ambulanten und stationären Krankenpflege oder der sozialen Arbeit in den Slums übernommen. Sr. Eoliba Greinemann nahm die Spende in Vertretung dankbar entgegen. Die Messe wurde vom Musical-Ensemble musikalisch mitgestaltet und brachte Melodien aus „Alles für Fulda“ noch einmal zum Klingen.

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