Fulda/Wabern. Über 40 Pfarrgemeinderäte aus dem Dekanat Fritzlar trafen sich am vergangenen Donnerstag im Pfarrheim in Wabern zum Gespräch über die Zukunft der Pfarrgemeinderatsarbeit im Dekanat. Der Leiter des Seelsorgeamtes, Domkapitular Rudolf Hofmann, referierte zum Thema „Präsenz unserer Kirche in der Diaspora“. „Wenn Menschen ihren Glauben einbringen und leben, dann ist Kirche da“, so der Domkapitular. In seinem Vortrag ermutigte der Domkapitular die Pfarrgemeinderäte, religiöse Menschen zu sein. Das bedeute, sich im Gebet an Gott zurück zu binden und sich von ihm auch in schwierigen Lebenslagen stützen zu lassen. Weiterhin sei es wichtig, im Tun glaubwürdig zu sein. Man könne Menschen nur wirklich anstecken und motivieren, wenn man sie mit dem eigenen Tun überzeuge. Drittens rief der Domkapitular die Anwesenden auf zur Bereitschaft, neue Wege zu gehen.
Das könne manchmal auch bedeuten, anderen den eigenen guten Willen zu zeigen und einen begonnenen Weg mitzugehen. Als letzten Punkt wies der Domkapitular auf die Bedeutung der Gemeinschaft hin. Sie präge das Christsein in der Diaspora. „Alleine“, so Domkapitular Hofmann, „hält man nicht durch.“ Er ermutigte die anwesenden Pfarrgemeinderäte, grade auch bei geringer werdenden Gemeindezahlen den Blick für den ‚Anderen’ und damit ein eigenes Selbstbewusstsein zu entwickeln.
In Tischgesprächskreisen erörterten die Pfarrgemeinderäte anschließend die Frage, wie es in Zukunft möglich sein kann, dass Kirche als Heimat erfahrbar werden kann. Richard Pfeifer (Biebergemünd-Kassel), der Vorsitzende des Katholikenrates, berichtete vom Dialogprozess der Deutschen Bischofskonferenz und den aktuellen Aktionen des Katholikenrates. Er bot den Pfarrgemeinderäten regen Informationsaustausch und Zusammenarbeit mit dem Katholikenrat an.
Eingeladen zum dem Treffen hatten die Katholikenratsmitglieder Martin Graefe (Melsungen), Bernhard Jagoda (Treysa) und Gerd-Michael Schuster (Homberg). Dechant Schütz (Fritzlar) hatte die Pfarrgemeinderäte zu Beginn begrüßt und dabei betont, dass die Zusammenarbeit mit den Pfarrgemeinderäten unverzichtbar für die Pastoral im Dekanat sei. Das Treffen moderierte der Geschäftsführer des Katholikenrates, Mathias Ziegler. (mz)