Written by 0:10 Alle Nachrichten, Gesundheit & Medizin

Spendenaufruf für die 7-jährige Maria

Deutschland. Das 7-jährige Romakind Maria lebt mit seiner Familie isoliert auf einer Müllhalde außerhalb von Gheorgheni/Rumänien in einer notdürftig zusammengezimmerten Hütte, die weder regen- noch wetterfest ist. Romas sind verhasst, viele sind Analphabeten und Kinder werden nur dann registriert, wenn sie in einem Krankenhaus geboren wurden. Und das ist so gut wie nie der Fall. Maria leidet an einem lebensbedrohlichen Darmverschluss, verschiedenen Infektionen im Bauchraum, sowie mehreren Abszessen. Das Krankheitsbild hat sich seit dem Kleinkindalter summiert, denn die Eltern haben keine finanziellen Möglichkeiten, sich ärztlich behandeln zu lassen.

Teure Diagnosen und Behandlungstherapien werden Romas in Rumänien zudem verwehrt. Ständige Bauchschmerzen und häufig Durchfall machten bei Maria ein normales Leben unmöglich. Auch zur Schule zu gehen, ging nicht. Weil sich Marias Zustand stetig verschlechterte, erfolgte eine Notfall-Einweisung in ein örtliches Krankenhaus. Aufgrund fehlender medizinischer Möglichkeiten gaben die Ärzte der kleinen Maria keine Überlebenschancen. Das Hilfswerk “Das kunterbunte Kinderzelt” in Schlüchtern-Vollmerz, das in 2009 schon einmal einen dringenden Rettungsflug für den damals 2-jährigen Jungen Roland organisierte, der an einem Lymphangiom litt und so quasi in letzter Sekunde gerettet wurde, beschloss, auch Maria in einem Ambulanz-Jet von Rumänien nach Deutschland zu holen, um sie im Uniklinikum Marburg medizinisch behandeln zu lassen, und um ihr die Chance zu geben, ihren 8. Geburtstag im Januar noch erleben zu können.

Unzählige Telefonate führte der Vereinsvorsitzende Bernd Druschel und hunderte von Kilometer mussten die Mitarbeiter in Rumänien für die behördliche und ärztliche Transportfreigabe der kleinen Patientin zurücklegen. Neben den schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen des totgesagte Mädchens (zwischenzeitlicher Atem- und Herzstillstand, Notoperation), gab es Maria behördlich nicht. Maria war ohne Geburtsurkunde und hatte keinen Pass. Also existierte sie für die rumänischen Behörden nicht. Maria – ein Kind ohne Rechte.

Nur durch große Anstrengungen des Kinderzeltteams vor Ort wurde ein Pass ausgestellt, so dass überhaupt eine Ausreise möglich wurde. Jetzt, nachdem Maria im Marburger Uniklinikum die bestmögliche medizinische Versorgung erfährt, erreicht das Hilfswerk die Realität: für die Finanzierung des erfolgten Ambulanzfluges und den voraussichtlich mehrwöchigen Aufenthalt der Familie in Deutschland braucht “Das kunterbunte Kinderzelt” rund 20.000 Euro. Das Kinderzelt hofft auf Unterstützung und startete einen Spendenaufruf.

Spenden werden auf das Konto Nr. 88 888 bei der Kreissparkasse Schlüchtern (BLZ 530 513 96) erbeten. Informationen gibt es im Internet auf der eigens eingerichteten Homepage www.rette-ein-leben.de oder www.daskunterbuntekinderzelt.de oder telefonisch: 0 66 64 / 911 02 88.

Visited 2 times, 1 visit(s) today
Close