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Gedenktafel auf dem Friedhof Steinbach übergeben

Steinbach. Auf dem Friedhof Steinbach wurde am vergangenen Mittwoch eine Gedenktafel für die Gefallenen und Vermissten des Zweiten Weltkrieges übergeben. Pfarrer Vogel erteilte den kirchlichen Segen im Rahmen der Feierstunde. Bürgermeister Alexander Hohmann begrüßte die Vertreter der gemeindlichen Gremien, des Ortsbeirats und die Vdk-Ortsgruppe Steinbach sowie den Kirchenvorstand der St. Matthäus-Gemeinde Steinbach und die uniformierten Mitglieder der Reservistenkameradschaft Burghaun.

Fotos (3): Gemeinde Burghaun

Der Tag der Übergabe der Gedenktafel auf dem Steinbacher Friedhof war ganz bewusst auf den „Vortag“ der deutschen Kapitulation am 8. Mai 1945 gelegt worden, als die Kriegsahndlungen in Deutschland zum Ende kamen und man begann, die gefallenen und vermissten deutschen Soldaten zu ermitteln.

Bürgermeister Alexander Hohmann betonte, dass ihm das Gedenken an die gefallenen und vermissten Bürger aus dem Zweiten Weltkrieg immer ein Besonderes Anliegen gewesen sei. Der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge arbeite bereits seit 1919 daran, dem Kriegstoten eine würdige Ruhestätte zu. Es befänden sich mittlerweile 724 Kriegsgräberstätten in 43 Staaten mit 1,9 Millionen Kriegstoten in der Obhut des Volksbundes. Trotz großer Schwierigkeiten habe der Bund seit 1990 über 260 Friedhöfe des Zweiten Weltkrieges sowie 200 Anlagen des Ersten Weltkrieges in Ost-, Mittel- und Südosteuropa wieder herrichten bzw. neu anlegen können.

Der besonderer Dank des Bürgermeisters galt den Heimatforschern Ernst Niedeck, Hans-Joachim Ruppel und Sven Fey, für die sachkundige Mithilfe bei den Recherchen. Ihre historische Arbeit und Spurensuche sei Grundlage für die Erstellung der übergebenen Ehrentafel gewesen. Dank sprach er auch den in Uniform angetretenen Mitgliedern der Reservistenkameradschaft Burghaun aus.

„Gedenkstätten nehmen in Zukunft in ihrer Bedeutung nicht ab, denn sie werden immer mehr zu Mahnmalen gegen den Krieg und für den Frieden. Die Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen ist das Vermächtnis der Toten. Wer daraus nicht lernt ist dazu verdammt, sie erneut zu erleben“, so Bürgermeister Hohmann.

Auch in unseren Tagen zeigten Kriege, Terror und Gewalttätigkeit, dass viele Menschen nicht bereit oder nicht fähig seien, diese Einsicht zu teilen. Man sei es den Opfern der Kriege und ihren Hinterbliebenen aber schuldig, dass man sich gemeinsam an ihr Leid erinnere. „Gedenkstätten, wie nun auch auf dem Friedhof in Steinbach, zwingen zum Nachdenken“ so Hohmann.

Der Bürgermeister hatte es als eine persönliche Verpflichtung angesehen, die in der Mitte befindliche Tafel mit Bildern der Gefallenen aus Steinbach nun wieder an ihren Ursprung, nach Steinbach, zurückzubringen. Er bedankte sich bei allen beteiligten Heimatforschern und Carolin Josef für die künstlerischen Arbeiten.

„Kriegsgräberstätten und Gedenkstätten, wie in Steinbach, sind Zeichen der Menschlichkeit und Mahnmale für den Frieden. Sie sollen eine Stätte zum ehrenden Gedenken für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Männer aus Steinbach sein“ erklärte Bürgermeister Hohmann abschließend, bevor Pfarrer Vogel die kirchliche Segnung der Gedenktafeln vornahm.

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