Fulda. Im überfüllten Veranstaltungsraum des Vonderau Museums drängten sich fast 100 Interessierte, die den Vortrag der jungen Wissenschaftlerin, Diana Ascher, von der Universität Leipzig hören wollten. Diana Ascher, die bei Professor Dr. Jürgen Udolph, dem Bruder des erfolgreichen Fuldaer Messe- und Ausstellungsunternehmers Dieter Udolph, Neuere Geschichte, Germanistik und Namenkunde, sowie Alt- und Mittelhochdeutsch studiert und die Magister Prüfung mit einer Spitzennote abgeschlossen hat – z. Z. bereitet sie ihre Promotion vor – überzeugte mit einer exzellenten sprachanalytischen Untersuchung.
Der Vorsitzende des Fuldaer Geschichtsvereins (FGV), Dr. Wolfgang Hamberger, der eingangs den Volksmund mit der Redensart „Namen sind Schall und Rauch“ zitiert, zugleich aber auch schon darauf hingewiesen hatte, dass Flur- und Flussnamen oft die besten und direktesten historischen Quellen und Zeugnisse sind, konnte ein sehr positives Fazit ziehen: „Auch diejenigen unter uns, die keine Spezialkenntnisse auf diesem Gebiet haben, kennen nun einige Grundregeln, wie an die sprachwissenschaftliche Deutung von Namen heranzugehen ist, und all jene, die sich schon heimatgeschichtlich und/oder ortsspezifisch mit dem Thema befasst haben, wissen jetzt, wo sie in Zukunft für den Fach-Dialog eine bestens qualifizierte Gesprächspartnerin finden“.
Bei dieser Gelegenheit teilte der Vorsitzende des FGV mit, dass das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst dem Fuldaer Geschichtsverein 500,00 € für seine Projekt-Arbeit zur Verfügung gestellt hat.