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20 Jahre Förderverein Biosphärenreservat Rhön

Rhön. Der Verein Natur- und Lebensraum Rhön feierte am 25. September 2011 sein 20jähriges Bestehen. Am 25. September 1991 übergab der damalige Bundesumweltminister Prof. Dr. Klaus Töpfer den Umweltministern der Länder Bayern, Hessen und Thüringen in Kaltensundheim die Anerkennungsurkunde der UNESCO für das Biosphärenreservat Rhön. Der damalige Hessische Umweltminister Jörg Jordan nutzte die Gelegenheit, um am gleichen Tag den Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V. als Förder- und Trägerverein sowie als Regionalentwicklungsgruppe zu gründen. Damals wurde Heinrich Heß zum 1. Vorsitzenden. Landrat Fritz Kramer über nahm den stellvertretenden Vorsitz. Als erster Geschäftsführer konnte Dieter Popp gewonnen werden.

In den folgenden Jahren leitete zunächst Dr. Klaus Wamser und anschließend Kurt Lehmann als 1. Vorsitzender den Verein. Heute steht dem anerkannten Hessischen Regionalforum Dr. Hubert Beier als Vorsitzender vor. Nach Landrat Fritz Kramer folgte Landrat Bernd Woide in das Amt des stellv. Vorsitzenden. Als Geschäftsführer war ab 1996 Heinrich Heß für die Geschicke des Vereins mit verantwortlich. Seit 2006 wird diese Aufgabe von Martin Kremer wahrgenommen, der ähnlich, wie sein Vorgänger in Personalunion neben seiner Arbeit in der Verwaltungsstelle für den Verein arbeitet.

Der Verein kann mit der Entwicklung des Biosphärenreservates und des eigenen Vereins sehr zufrieden sein. Seit 1991 ist der Verein Natur- und Lebensraum Rhön lokale Aktionsgruppe für die Umsetzung des EU-Regionalentwicklungsprogramms LEADER verantwortlich. Über 10 Mio. Euro sind seither für innovative Projekte aber auch zur Abfederung des ländlichen Strukturwandels in die Rhön geflossen. Rund 400 Projekte konnten mit Unterstützung des LEADER-Programms realisiert werden. Beispielhaft zu nennen sind die Rhöner Apfelschau-Kelterei, die Erhaltung der Rhönbahn Fulda-Gersfeld, das Projekt Rhöner Durchblick e. V. oder auch die Ölmühle Eiterfeld. Unterstützung erhalten hat z. B. der Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel und die Rhöner Apfelinitiative.

In der Aktuellen Förderperiode spielt der Ausbau der regenerativen Energien eine wichtige Rolle. Das Bioenergieprojekt Grüsselbach gehört zu den aktuell geförderten Projekten. Dabei stellt sich der Verein Natur- und Lebensraum Rhön auch kritischen und konfliktträchtigen Themen. So wurde durch den Verein Natur- und Lebensraum Rhön ein Kernzonenkonzept auf den Weg gebracht und die Planungen zur B 87n kritisch begleitet.

Unterschiedlichste gesellschaftliche Strömungen sind im VNRL heute präsent, formulieren ihre Anforderungen an die Region und nutzen die Arbeitsebenen des Vereins für den konstruktiven Austausch. 170 Mitglieder hat der Verein derzeit. So zählen die hessischen Rhöngemeinden, die Landkreise Fulda und Hersfeld-Rotenburg  ebenso zu den Mitgliedern wie die IHK, die Apfelinitiative, die Arbeitsgemeinschaft Hessischer Wasserkraftwerke sowie zahlreiche Kleinunternehmer und Privatpersonen. 60 Vereinsmitglieder engagieren sich regelmäßig in Vorstand und Fachforen. Transparenz und ein hohes Maß an bürgerschaftlicher Beteiligung sind die Markenzeichen des Vereins Natur- und Lebensraum Rhön und dies soll, so Dr. Beier, auch künftig so bleiben.

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