Hünfeld. Hünfeld will sich solidarisch in die Breitbandinitiative einbringen, die durch Landrat Bernd Woide in Zusammenarbeit mit der ÜWAG gestartet wurde. Dies kündigte Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel (CDU) im Anschluss an ein Arbeitsgespräch mit dem zuständigen Wahlkreisabgeordneten Dr. Walter Arnold (CDU) vom Hessischen Landtag an.
Eine schnelle Internetversorgung sei ein ganz wesentlicher Standortfaktor im Wettbewerb mit anderen Regionen, kommentierte Dr. Fennel. Dies habe er erst jüngst wieder in Gesprächen mit heimischen Firmen erfahren, die sich mit Erweiterungsplänen befassten. Nur wer leistungsfähige Breitbandversorgung anbieten könne, werde sich im Wettbewerb um Arbeitsplätze, aber auch im Wettbewerb als Wohnstandort auf Dauer behaupten können, so der Hünfelder Bürgermeister. Deshalb habe die Stadt in Verbindung mit den Stadtwerken Hünfeld im vergangenen Jahr große Anstrengungen unternommen, um durch Funktechnologie noch bestehende Versorgungslücken vor allem in den Hünfelder Stadtteilen zu schließen. Dies funktioniere gut, sei aber nur eine Brückentechnologie, betonte Dr. Fennel.
Die Zukunft gehöre eindeutig einer leistungsfähigen Glasfaserversorgung. Auch Dr. Arnold betonte die Bedeutung dieser Technik für die Entwicklung des Wirtschafts- und Wohnstandortes im osthessischen Raum. Deshalb habe er seine Parteifreunde bestärkt, den Landrat bei dieser Initiative zu unterstützen. Allerdings sei dazu auch Solidarität erforderlich. Nur wenn es einen fairen wirtschaftlichen Interessensausgleich zwischen allen kreisangehörigen Städten und Gemeinden gäbe, könne diese Initiative auch für ländliche Gemeinden mit langen Versorgungsleitungen wirtschaftlich gestaltet werden, ohne die jeweiligen Städte und Gemeinden finanziell zu überfordern.
Eine „Rosinenpickerei“, bei denen einzelne Gemeinden ihre vorteilhafte Lage und Struktur ausnutzten, ohne Solidarität mit ungünstigeren Standorten zu zeigen, dürfe es dabei nicht geben. Das Modell könne nur zum Erfolg geführt werden, wenn alle Kommunen an einem Strang zögen. Aus Sicht von Hünfelds Bürgermeister Dr. Fennel will Hünfeld diese Initiative mittragen und sei auch bereit, sich durch die Stadtwerke Hünfeld und deren vorhandenes Leerrohrnetz im Stadtgebiet auch technisch einzubringen.