Fulda. Nach der Insolvenz des Troisdorfer Stromhändlers TelDaFax kann das Unternehmen seine Kunden in Osthessen derzeit nicht mit Energie versorgen. Seit dem vergangenen Samstag stellt die ÜWAG deshalb im Rahmen der Ersatzversorgung die Stromlieferung für die TelDaFax-Kunden sicher. Wie der regionale Energieversorger empfiehlt, sollten Betroffene jetzt den Wechsel in einen preiswerten Alternativ-Tarif prüfen.
„Wir haben in der vergangenen Woche von der ÜWAG Netz GmbH eine offizielle Mitteilung darüber erhalten, dass der Übertragungsnetzbetreiber TenneT seine Verträge mit TelDaFax gekündigt hat, und dass davon auch alle TelDaFax-Kunden betroffen sind, die ihren Strom bislang über das ÜWAG-Netz erhalten haben“, erklärt ÜWAG-Vorstand Dipl.-Ing. Günter Bury. Die ÜWAG hat daraufhin in der Nacht zum vergangenen Samstag die Ersatzversorgung übernommen, um so zu vermeiden, dass es für die Betroffenen zu einer Versorgungslücke bei der Stromlieferung kommt.
Weil die Stromlieferung im Rahmen der Ersatzversorgung im Vergleich zu anderen ÜWAG-Angeboten mit höheren Kosten verbunden ist, bietet die ÜWAG den betroffenen Kunden einen rückwirkenden Wechsel in einen der günstigen Stromtarife an. TelDaFax-Kunden erhalten dazu von der ÜWAG ein entsprechendes Informationsschreiben. „Wir beteiligen uns nicht an ruinösen Preiskämpfen mit Billigangeboten“, unterstreicht ÜWAG-Vorstand Bury, „dafür können die Kunden bei uns auf fair kalkulierte Tarife und eine langfristig zuverlässige Stromversorgung vertrauen.“
Nicht zuletzt durch hohe Investitionen in den Ausbau eigener Energieerzeugungskapazitäten, unter anderem mit hochmodernen Gaskraftwerken oder Anlagen zur Nutzung regenerativer Quellen, setze die ÜWAG bei der Stromlieferung auf Qualität, so Günter Bury. Damit bezieht sich der ÜWAG-Vorstand auf eine Empfehlung der Verbraucherzentrale Hessen e. V. die im Zusammenhang mit der TelDaFax-Pleite vor Dumpingtarifen im Strommarkt warnt und Energiekunden rät, vor einem Wechsel des Anbieters genau zu prüfen, welche Angebote tatsächlich lohnenswert sind.
TelDaFax-Kunden, die jetzt aus der Ersatzversorgung in einen günstigeren Tarif wechseln möchten, müssen dafür auf jeden Fall zunächst ihr bestehendes Vertragsverhältnis mit dem Stromhändler kündigen. Vordrucke für entsprechende Musterbriefe gibt es im ÜWAG-Kundenzentrum in Fulda und auf der Homepage der Verbraucherzentrale Hessen e. V. unter www.verbraucher.de im Internet.
Auf ihrer Internetseite hat die Verbraucherzentrale auch viele weitere Informationen und Handlungsempfehlungen für Betroffene der TelDaFax-Insolvenz zusammengetragen. Dabei geht es insbesondere auch um die Frage, was jetzt mit den im Rahmen der Vorauskasse vorab bezahlten Abschlagsbeträgen passiert und welche Möglichkeiten es gibt, Ansprüche gegenüber dem insolventen Stromhändler geltend zu machen. Betroffene Kunden können sich unter der Nummer 0661 12-100 auch an das Servicetelefon der ÜWAG wenden.