Berfa/Alsfeld. Bereits zum 9. Mal lädt der Hamburger Schauspieler Rudolf H. Herget zur traditionellen Vogelsberger „Nacht der Poesie“ auf den Bechtelsberg (bei Berfa) ein. Die Veranstaltung mit dem Titel „Aus Sternenstaub geboren“, die am Mittwoch, dem 15 Juni 2011 um 20.30 Uhr (bis 21.50 Uhr) auf dem Gipfelplateau des Bechtelsbergs (bei Alsfeld – Berfa) statt findet, richtet sich an Jugendliche und Erwachsene. Der Eintritt ist frei. Bei schlechter Witterung findet die Veranstaltung in der Kulturscheune Berfa statt. Zudem spielt die heimische Gruppe „Bächelsberg–Sannreis“ Lieder aus ihrem Repertoire in Berf’er-Platt. Das Ganze ist eine Veranstaltung des Kulturscheune Berfa e. V. und Thomas Bayer PR.
Den Schauspieler Rudolf H. Herget zieht es immer wieder auf geheimnisvolle Burgen, Berge und Plätze der Region. Auf dem Gipfel des Bechtelsbergs liegt einem die Welt buchstäblich zu Füßen. Sein Literatur – Open – Air- Festival „Nächte der Poesie“, das diesmal von Juni bis Mitte August in Rhön und Vogelsberg stattfindet, ist deutschlandweit einmalig und feiert sein 15. Jubiläum. Rudolf H. Herget war Jahrzehnte an deutschen Bühnen engagiert, sprach in den 70er Jahren viele Hörspielrollen für das Label EUROPA.. Heute arbeitet er als Freischaffender Künstler und tritt regelmäßig in den Planetarien der Republik in Hamburg, Wolfsburg, Berlin und Nürnberg auf.
Alles begann 1997 mit der „Nacht der Poesie“ auf der Milseburg in der Rhön. Die Idee war eine Nacht lang Gedichte und Geschichten in freier Natur zu rezitieren und tatsächlich kamen zur ersten Veranstaltung etwa 1000 Besucher und waren fasziniert. Während viele von ihnen bereits schliefen, lief der „Erzähler der Nacht“ einsam durch die Reihen und sprach voller Emotion und Stimmgewalt. Danach kamen viele Abendveranstaltungen in der ganzen Rhön hinzu. Seit 2003 besucht Herget auch den Vogelsberg, der Bechtslberg war dort der erste Termin. Seit 1997 fanden insgesamt mehr als 280 Termine „Nächte der Poesie“ in der Region statt. Seit Jahren ist Rudolf H. Herget seinem Publikum als „Erzähler der Nacht“ – wie er liebevoll genannt wird – bestens bekannt. Auch die letzt jährige „Nacht der Poesie“ in Berfa zog viele Hundert begeisterte Zuschauer in ihren Bann.
Was das Publikum an diesem Abend erwartet ist unglaublich schön: Während die Sonne langsam untergeht trägt Rudolf H. Herget Weltliteratur vor. Das Besondere daran ist, dass er diese Gedichte nicht einfach nur vorliest, sondern frei d. h. ohne Manuskript vorträgt, mal ruhig, verträumt, mal impulsiv und gewaltig. Doch anders als auf der Bühne, vertraut er dabei lediglich auf seine unglaublich wandelbare Stimme. Vermischt mit den Eindrücken der Umgebung, der untergehenden Sonne und dem aufziehenden Nachthimmel kehrt Harmonie und Stille ein. Dabei werden die Gedanken frei und ungeahnte Naturerlebnisse möglich.
Wir folgen Rudolf H. Herget auf eine literarische „Reise in die Nacht“. Schöne Worte, Gedanken von großen Dichtern, ein Fest für die Sinne. Eine Anregung zum Nachdenken, Entspannen und Inne halten. Das Poetische Erzähltheater ist etwas für alle naturverbundenen Menschen, die die Worte großer Dichter wie Ludwig Fulda, Kurt Tucholsky, Ludwig Achim von Arnim, Bertold Brecht, Rilke, Goethe und Schiller genießen möchten. Das Besondere an diesem Abend ist, dass man auf dem Boden liegend mit vielen unterschiedlichen Menschen die Nacht erwartet. Die Sonne geht unter, es wird dunkel und die Sterne erobern erst spät den Nachthimmel. Man wird eins mit Rudolf H. Herget, der Natur, dem Wind, der Stille und dem Universum.
Zu der Poesie – Veranstaltung empfiehlt es sich Isomatte, Plane, Schlafsack, Campingstuhl, wetterfeste Kleidung, eine Taschenlampe, Teelichte und Verpflegung mitzubringen. Eine Bewirtung bzw. Bestuhlung ist nicht vorhanden. Die Zufahrt zum Veranstaltungsort ist über den Sportplatz in Berfa möglich. Parkplätze sind am Gipfel vorhanden. Informationen gibt es bei der Kulturscheune Berfa unter Tel. 0 66 39 / 91 90 76 und im Internet unter www.naechte-der-poesie.de. (tb)