Fulda. Seit 19.05.2011 sind insgesamt 40 Patientinnen und Patienten im Klinikum Fulda mit Verdacht auf eine EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia coli) -Infektion behandelt worden. Davon wurden 4 Patienten positiv getestet, bei 16 Patienten ist eine EHEC-Infektion ausgeschlossen worden. Von insgesamt 20 Patienten werden die Stuhlproben derzeit in einem Labor in Heidelberg auf EHEC  untersucht. Eine 40-jährige Patientin, ein dreijähriger Junge und ein 21-jähriger Patient – mit nachgewiesener EHEC-Infektion – konnten bereits beschwerdefrei entlassen werden. Das teilte das Klinikum Fulda heute in einer Presseinformation mit.Verbesserter Gesundheitszustand der an HUS erkrankten Schwangeren
Die positiv getestete, schwangere Patientin, die im Verlauf HUS (Hämolytisch-urämisches Syndrom) entwickelt hat, wurde am vergangenen Mittwoch – nach intensiver Beratung des Ärzteteams am Klinikum Fulda – mit dem Antikörper Eculizumab behandelt. „Der Gesundheitszustand der Mutter und des Kindes hat sich in den vergangenen Tagen verbessert; ebenso auch die Laborwerte“, erläutert Prof. Dr. Daniel Jaspersen (Direktor der Medizinischen Klinik II, Infektiologie und Gastroenterologie). Am Wochenende konnte daher die Patientin von der Intensivstation auf die Wachstation (Intermediate Care) verlegt werden. „Die kontinuierlich verbesserte Entwicklung des Gesundheitszustandes der Patientin ist sehr ermutigend“, so Prof. Dr. Jaspersen weiter.
Engagierte und motivierte Pflegekräfte
Neben dem Expertenteam aus Gastroenterologen, Infektiologen, Nephrologen, Gynäkologen, Intensivmedizinern und Hygienefachärzten, die rund um die Uhr für die Behandlung von EHEC- und HUS-Patienten zur Verfügung stehen, lobt   Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel (Vorstand Krankenversorgung) insbesondere auch die sehr engagierten und motivierten Pflegekräfte der Isolierstation und der kooperierenden medizinischen Kliniken. Auch sie stehen unter einer ständigen psychischen Belastung.
Da der Auslöser der EHEC-Infektion noch nicht abschließend gefunden wurde, gebe es zahlreiche verunsicherte Patienten, mit vielen offenen Fragen. „Diese versuchen wir so gut es geht zu beantworten, um dem Patienten Sicherheit zu geben“, führt  Prof. Dr. Jaspersen weiter aus.