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Obdachlosenunterkünfte der Stadt Fulda – Bürgermeister Dr. Dippel im Gespräch mit Thorsten Hammer

Fulda. „Präsent sein, Geduld haben und langsam ein Vertrauensverhältnis zu den Bewohnern aufbauen“ – so beschreibt Thorsten Hammer von der Wohnungslosenhilfe der Caritas seine Tätigkeit in den Obdachlosenunterkünften der Stadt Fulda. Der Sozialarbeiter bietet seit August letzten Jahres eine wöchentliche Sprechstunde für die Bewohner der beiden Einrichtungen in der Agnes-Hünninger-Straße und in der Herbsteiner Straße an, um den Wohnungssuchenden vor Ort mit Rat und Hilfe zur Seite zu stehen. Inzwischen hat Hammer bereits sechs Personen – drei Frauen und drei Männer – in den normalen Wohnungsmarkt vermittelt. „Das Angebot wird geschätzt, gut angenommen und die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Caritas funktioniert bestens“, stellt Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel fest. Der Sozialdezernent informierte sich bei Thorsten Hammer vor Ort über die bisherigen Erfolge und noch anzugehende Probleme.

Hilfestellungen in allen Bereichen

„Durch unser Angebot haben die Bewohner den Eindruck gewonnen, dass sie als Menschen geschätzt werden und das ist sehr wichtig“, betont der Bürgermeister. Durch eine stetige Präsenz der zuständigen Mitarbeiter werde der Eindruck vermittelt, dass sich die Stadt um die Belange der hier lebenden Menschen kümmere. „Viele Bewohner benötigen nicht nur Hilfe bei der Wohnraumvermittlung, sondern auch bei Behördengängen oder Arztterminen“, erklärt Sozialarbeiter Hammer. Hilfestellungen in allen Bereichen gehören für ihn selbstverständlich zu seiner Arbeit dazu. Bei der Wohnungssuche greife er auf einen festen Vermieterstamm zurück, mit dem eine Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren gut funktioniert habe.

„Ich lege großen Wert darauf, dass die Obdachlosen in die jeweilige Wohnanlage passen“, hebt Thorsten Hammer hervor. Denn nur so sei ein dauerhaftes Mietverhältnis möglich. Schwierigkeiten gebe es aber bei der Vermittlung von Menschen mit psychischen Störungen oder mit Suchtproblemen. Aber auch nach einer erfolgreichen Vermittlung höre das Betreuungsverhältnis nach Auskunft des Sozialarbeiters nicht auf. So werde er von den Vermietern zum Beispiel kontaktiert, wenn die Miete mal nicht gezahlt werde oder es sonstige Probleme mit dem neuen Mieter gebe. Stolz berichtet Hammer aber, dass bisher noch keiner der sechs von ihm Vermittelten seine Wohnung wieder verloren habe.

32 Personen in Obdachlosenunterkünften

Die Flure gestrichen, neue Lampen an der Decke, neue Schlösser in den Sanitäranlagen und Feuermelder in den Gängen – zufrieden betrachtete Bürgermeister Dr. Dippel auch die Veränderungen in der zum Teil renovierte Wohnanlage in der Agnes-Hünninger-Straße. „Wohnungslose haben einen Anspruch auf Unterbringung, so dass wir als Stadt eine Notunterkunft bieten müssen“, erklärt Dr. Dippel und fügt hinzu, dass „wir gleichzeitig unser Möglichstes tun, damit diese Unterbringung kein Dauerzustand wird und die Menschen in ein normales Wohnverhältnis zurückkehren können“. Dabei leiste das Sozialamt der Stadt und die Wohnungslosenhilfe der Caritas eine wichtige Arbeit. Insgesamt leben momentan 32 Personen in den Obdachlosenunterkünften der Stadt, wobei 26 Menschen in den beiden Gebäuden in der Agnes-Hünninger-Straße und sechs in der Herbsteiner Straße wohnen.

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