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Hessen sollen sich mehr bewegen und gesund ernähren

Fulda. Mit einem neuen Programm unter der Überschrift „GesundLeben – GesundBleiben“ will das Land die Bürgerinnen und Bürger in Hessen zu mehr Bewegung und gesundem Ernährungsverhalten animieren. „Gesundheitsförderung und Prävention gewinnen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels immer mehr an Bedeutung. Gerade Bewegungsmangel und ungesunde Ernährungsgewohnheiten sind immer noch weit verbreitet. Deshalb muss Gesundheitsbewusstsein von Kindesbeinen an aufgebaut und in allen Lebensphasen gestärkt werden“, erklärte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner heute anlässlich des 3. Osthessischen Gesundheitstags in Fulda.

„Auch angesichts der bekannten Diskussionen um die Finanzierung unseres Gesundheitssystems bekommt eine umfassende Präventions- und Gesellschaftspolitik eine immer größere Bedeutung. Ein aktives, gesundes Leben erspart später viele Arzt- und Krankenhauskosten“, betonte der Sozialminister. Die zentralen Einflussfaktoren auf die Gesundheit seien der individuelle Lebensstil, zum Beispiel das Ernährungs- und Bewegungsverhalten, aber auch Faktoren wie die sich wandelnden Familienstrukturen oder die soziale Lebenslage. „Prävention und Gesundheitsförderung beginnen dabei immer im Alltag und dauern ein Leben lang“, so der Minister weiter. „Vom Gesunden Aufwachsen zum Gesund Bleiben bis zum Gesunden Altern – in allen drei Lebensphasen gilt es, die Gesundheitskompetenz, die Möglichkeit zur Bewegung und eine gesunde Ernährung zu fördern, sei es in Kindertagesstätten, in der Schule, am Arbeitsplatz oder im Seniorenheim.“

Gesundheitliche Prävention sei eine wichtige gesellschaftspolitische Querschnittsaufgabe, die viele einzelne Politikbereiche betreffe und vernetzte, aufeinander abgestimmte Konzepte erfordere. Die Landesregierung legt das neue Gesundheitsförderprogramm „GesundLeben – GesundBleiben“ im Rahmen der Hessischen Nachhaltigkeitsstrategie auf. Es soll die Prävention in den verschiedenen Lebensphasen durch Projekte und Programme fördern. Das erste Teilprojekt „Hessen bewegt sich – 3000 Schritte extra für Ihre Gesundheit ist bereits gestartet. Unterschiedliche Bevölkerungsgruppen wurden mit Schrittzählern ausgestattet, um gemeinsam mindestens 3000 Schritte extra die Gesundheit zu gehen. „Wer mehr läuft, bleibt länger gesund – diese einfache Formel lässt sich auch wissenschaftlich belegen. Studien zeigen, dass allein der tägliche 20-minütige Fußweg das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, um 27 Prozent senkt“, unterstrich Grüttner.

Ein weiteres Projekt im Rahmen des Gesundheitsförderprogramms sind Bewegungsparcours für ältere Menschen an öffentlichen, gut zugänglichen Plätzen. „Im Juni wird der erste Testparcours in Hessen installiert und die Nutzung zusammen mit mehreren akademischen Partnern evaluiert“, kündigte der Minister an. Am Hessentag in Oberursel können die Besucher einen solchen Parcours ausprobieren. „Gesundheit im Alter hängt nicht nur von den Angeboten und Möglichkeiten der medizinischen und pflegerischen Versorgung ab. Wer möglichst lange aktiv und selbstständig lebt und am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann, der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch länger körperlich und seelisch gesund bleiben.“

Der Sozialminister zeichnete im Rahmen der Preisverleihung des Schulwettbewerbes „Schule bewegen“ auf den 3. Osthessischen Gesundheitstagen die Schloss-Schule Neuhof aus dem Landkreis Fulda für das Projekt „Bewegte Pause – bewegter Unterricht: Die Spielkiste“ mit dem ersten Preis aus. „Die Wettbewerbsbeiträge zeigen, dass Schülerinnen und Schüler kreative Ideen haben, wie sich mehr Bewegung im Schulalltag verwirklichen lässt“, lobte Grüttner abschließend.

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