Rhön. Die starke Ausbreitung der in der Rhön ursprünglich nicht heimischen Lupine gefährdet zunehmend Borstgrasrasen und montane Bergwiesen. Die wuchsstarke Lupine verdrängt mehr und mehr an zahlreichen Standorten die Silberdistel, die Arnika oder auch den Wiesenstorchschnabel. Die Naturwacht im hessischen Teil des Biosphärenreservates hat deshalb in den nächsten Wochen verstärkt die Mahd der Lupinenbestände auf ihrem Arbeitsprogramm. Einsatzbereiche sind u. a. der Weiherberg, der Dammelhof bei Gersfeld, die Martinskapelle bei Reulbach, die Reulbacher Hute, der Wasserkuppenosthang sowie das Gipfelplateau der Wasserkuppe und Flächen bei Obernhausen.
In den nächsten Tagen sollen insbesondere zielgerichtete Rückschnitte im Bereich des Stirnberges erfolgen. Die Ranger, unter Leitung von Hubert Heger, gehen davon aus, dass es gelingt, in diesem Jahr erneut mit drei bis vier Mahddurchgängen die Lupinenstandorte weiter zurückzudrängen. Erst im vergangenen Jahr wurde intensiv mit der Lupinenbekämpfung in der hessischen Rhön begonnen. Erste Erfolge sind bereits am Weiherberg sichtbar. Im Biosphärenreservat ist man sich jedoch bewusst, dass es sich hierbei um ein mehrjähriges Projekt handelt, welches aber zwingend notwendig ist, um die bunte und typische Bergwiesenvielfalt zu erhalten.