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Oberröder weihten ihr erweitertes Bürgerhaus ein

Fulda (mb). Fröhlich feierten die Bewohner Oberrodes den Abschluss der Erweiterungsarbeiten ihres Bürgerhauses. (Noch-) Ortsvorsteherin Ursula Jahn sagte es nach der vorausgegangenen Segnung durch die beiden Pfarrer Markus Schneider und Karl-Heinrich Ostmeyer mit dem nötigen Quäntchen Humor: „Bei soviel Weihwasser kann nichts mehr schiefgehen“. Ohnehin, so meinte die bisherige Sprecherin der Fuldaer Ortsvorsteher, hätten die Oberröder allen Grund, Gott dankbar zu sein. Obwohl es manchmal „schon ein wenig brenzlig war“, sei bei den Arbeiten niemand zu Schaden gekommen. Das Werk ist gelungen. Darüber freute sich auch Fuldas OB Gerhard Möller, der vom „schönsten Geschenk“ für die Gemeinde, vor allem aber für Ortsvorsteherin Ursula Jahn sprach. Denn sie feierte am Tag der Einweihung ihren Geburtstag und wird in Kürze ihr Amt an Sohn Jürgen übergeben. Nach Möllers Worten sei die Einweihung der Bürgerhaus-Erweiterung deshalb auch der „krönende Abschluss ihrer Arbeit“.
Viel Eigenleistung

Vor gut 1 ½ Jahren hatten die Bewohner des Fuldaer Stadtteils Schaufel und Maurerkelle in die Hand genommen, einen Teil der bestehenden Substanz abgebrochen, erneuert und vor allem den Anbau um einen rund 80 qm großen Bühnenbereich erweitert.  116 Helferinnen und Helfer beteiligten sich am großen Gemeinschaftswerk. Schmunzelnd fügte Ursula Jahn an, dass einige noch bis in die Nacht hinein das Pflaster für die Terrasse verlegt hätten, damit es rechtzeitig vor den Feierlichkeiten fertig wurde. Dank so viel Engagements brachten es die Oberröder auf rund 5.000 Stunden Eigenleistung. Sie schlugen mit 150.000,– Euro bei einer Endabrechnung von 450.000,– Euro und darin enthaltenen Zuschussmitteln von 300.000,– Euro aus dem Konjunktur-Programm zu Buche“.

„Diese Differenz haben wir uns gemeinsam mit dem Team erarbeitet“, sagte Jahn nicht ohne Stolz. Dadurch konnte ein Traum, „der Traum einer schönen, großen Bühne“, Wirklichkeit werden. Leider habe der Ortsbeirat zunächst nur eine Absage aus dem Stadtschloss für das ehrgeizige Vorhaben erhalten. Doch 2009 sei das Konjunkturprogramm und von OB Möller das „so wichtige Ja“ gekommen. Nun habe Oberrode ein schönes, helles zweckmäßiges Haus, in dem wir uns alle wohlfühlen“, betonte Ortsvorsteherin Jahn. „Wir kommen alle gerne hier her und füllen es mit Leben“.

Geduldiges Verharren

Seinen Geburtstagsgruß an Ursula Jahn verband Möller mit dem Dank für ihren langjährigen Einsatz um die Belange des Stadtteils. Der Tag der Einweihung sei insoweit ein „besonders schöner Tag“. Wir schließen nunmehr ab, was an geduldigem Beharren Ihrerseits notwendig war, um das Projekt realisieren zu können“. Für OB Möller ist das Bürgerhaus Oberrode geradezu ein „Paradebeispiel“ dafür, wozu Gemeinschaftsgeist imstande ist. Daran anknüpfend erinnerte der OB an die letzte Präsidiums- und Hauptausschußsitzung des Deutschen Städtetags in Stuttgart, die unter dem Leitgedanken „Zusammenhalt durch starke Städte“ gestanden hatte. Gesellschaft und Bürgerschaft lebten von diesem Zusammenhalt. Dieser müsse aber immer wieder neu erarbeitet werden.

Wie gut das gelingen kann, hätten die Oberröder eindrucksvoll bewiesen. Die 116 Helferinnen und Helfer stünden symbolhaft für diesen Gemeinschaftsgeist, der kein abstraktes Lippenbekenntnis geblieben ist. Verbunden mit seinen Glückwünschen sprach Fuldas Verwaltungschef die Hoffnung und Zuversicht aus, dass viele neue Impulse in dieses Gemeinschaftswerk einströmen mögen“.

Mit einem „von mir kommen in Zukunft keine Anträge mehr“ dankte Jahn Fuldas OB und verabschiedete sich inoffiziell vor großem Publikum, bevor Oberrodes langjährige Ortsvorsteherin die Bühne frei gab für Auftritte des Jugendorchesters Mittelrode, der Showtanzgruppe „Blue Angels“ und Kindern aus Mittel- und Oberrode, die mit viel Herzblut das Singspiel „Fleißige Handwerker“ einstudiert hatten.

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