Tann. Am vergangenen Sonntag eröffnete das Tanner Diakoniezentrum seine 13. Ausstellung der Reihe „Gestatten, Kultur !“. Eine Vielzahl von Besuchern strömte in die Räumlichkeiten des Tanner Naturmuseums, um einen ersten Blick auf die Bilder und Skulpturen zu erhalten sowie den Grußworten, Vorträgen und vor allem den südamerikanischen Gitarrenklängen des Virtuosen Tony Osanah zu lauschen. Mit einer instrumentalen Einführung wurden die Besucher mit in eine Welt der Ruhe und Entspannung genommen. Geschäftsführer Stefan Burkard begrüßte die zahlreich erschienen Gäste und stellte die beteiligten Künstler der diesjährigen Ausstellung vor. U. a. konnte der renommierte Fuldaer Fotograf Walter M. Rammler gewonnen werden. Er hat in einer Serie von Aufnahmen Menschen mit Beeinträchtigungen in ihrer Einzigartigkeit im Großformat portraitiert.
Darüber hinaus beherbergt die Ausstellung Arbeiten der Steinbildhauerin Stephanie Pete (Nüsttal) und Bilder des Künstlers Leszek Skurski (Fulda). Dieses Arrangement – in Verbindung mit den Werken der künstlerisch tätigen Menschen mit Beeinträchtigungen – macht die Ausstellung des Tanner Diakoniezentrums besonders reizvoll. Schirmherr Dr. Harald Clausen, Diakonisches Werk in Kurhessen-Waldeck hob die Ausstellung als bedeutenden Beitrag zur Inklusion hervor. „Einrichtungen für beeinträchtigte Menschen dürfen nicht als eigenständige Inseln betrachtet werden, sondern als gleichgestellter Teil der Gesellschaft.“ Dieser Gedanke wird Hr. Dr. Clausen’s Auffassung bereits seit Beginn der Ausstellungsreihe vor 13 Jahren sehr gut aufgenommen.
Lob für die ausstellenden Künstler gab es weiterführend nicht nur vom Kreisbeigeordneten Alfred Metz, auch Tanns Bürgermeister Markus Meysner sieht die Ausstellung als Bereichung der Stadt. Der Besucherandrang zeigte ihm auch, dass die Räumlichkeiten des Naturmuseum bald nicht mehr ausreichend sein werden. Der Vortrag von Bernd Baldus stellte einen erfrischenden Einblick in seine langjährige Arbeit als Kunsttherapeut im Tanner Diakoniezentrum dar. Seine Episoden sorgten für reichlich Lachen. Er freue sich über den entgegen gebrachten Respekt der Besucher, die die Arbeiten der beeinträchtigen Künstler durch ihren Besuch der Ausstellung wertschätzen. Die rhythmischen Klänge während der Veranstaltung kamen von Tony Osanah. Der Gitarrenvirtuose kann bereits gemeinsame Projekte mit Joe Cocker vorweisen.
Bis zum 5. Juni kann die Ausstellung täglich, außer Montag, im Tanner Naturmuseum besucht werden (10 bis 12 Uhr, 14 bis 17 Uhr).