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Hessen im Rettungsdienst spitze

Fulda. Innerhalb von zehn Minuten nach Eingang der Notfallmeldung erreicht der Rettungsdienst in Hessen jeden an einer Straße gelegenen Notfallort. „Damit nimmt Hessen unter den Flächenländern in Deutschland eine Spitzenposition ein“, erklärte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner anlässlich der Eröffnung der 11. RETTmobil in Fulda. „Hessen hat im Rettungsdienst die kürzeste Hilfsfrist aller Flächenländer. Auf diese Spitzenstellung unter den Bundesländern sind wir stolz. Daher kommt den Rettungsdiensten in Hessen eine ganz besondere Bedeutung zu“, betonte der Minister. Um diese Spitzenposition zu halten, hat die Hessische Landesregierung zum 1. Januar 2011 ein neues Rettungsdienstgesetz erlassen. „So ist auch in Zukunft gewährleistet, dass der Rettungsdienst in Hessen den vielen Herausforderungen gewachsen ist“, erklärte der Minister. „Die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Hessen tragen wesentlich dazu bei, dass der Rettungsdienst sehr gut aufgestellt ist. Dabei spielt vor allem das Qualitätsmanagement eine herausragende Rolle.“

Nach Aufnahme der Patienten am Unfallort muss der Rettungsdienst innerhalb von 20 Minuten, spätestens jedoch nach 30 Minuten ein geeignetes Krankenhaus erreichen können. „Daher ist die Abstimmung zwischen Rettungsdienstplanung und Krankenhausplanung besonders wichtig, damit gewährleistet ist, dass die notwendige Therapie, zum Beispiel bei einem Schlaganfall, möglichst schnell beginnen kann. So kann bereits ein gut funktionierender Rettungsdienst zu größtmöglichen Heilungschancen beitragen“, betonte Grüttner. Zur weiteren Verbesserung arbeitet das Hessische Sozialministerium derzeit mit den Rettungsdiensten daran, einen sogenannten landesweiten interdisziplinären Versorgungsnachweis einzuführen.

Mit diesem computergestützten System, das bereits in Frankfurt, Stadt und Kreis Offenbach sowie im Main-Taunus-Kreis erprobt wird, kann der Rettungsdienst die verfügbare freie Bettenkapazität eines Krankenhauses abrufen. „Wer retten will, muss mobil sein“, erklärte Grüttner. Die RETTmobil biete eine gute Plattform zu Interessen- und Erfahrungsaustausch. Die Fachmesse gibt einen Überblick über das große Spektrum an Geräten und Instrumenten für die Notfallmedizin und die zur Verfügung stehenden Rettungsmittel. Die Besucher können außerdem an medizinischen und rettungsdienstlichen Fortbildungen teilnehmen und Vorführungen, Übungen und Demonstrationen auf dem Freigelände anschauen.

Informationen:

Die RETTmobil findet 2011 zum 11. Mal statt. Mit rund 390 Ausstellern aus 16 Ländern und mehr als 20.000 Fachbesucherinnen und -besuchern ist sie die größte Fachmesse ihrer Art in Europa. Es gibt 16 Ausstellungshallen und ein umfangreiches Freigelände. Hier finden Testfahrten im Rettungswagen, Fahrten auf dem Offroad-Parcours, Vorführungen der Feuerwehr, der Bundeswehr und des Technischen Hilfswerkes statt. Im Fortbildungsbereich gibt es 13 Workshops und 6 medizinisch-rettungsdienstliche Fortbildungen unter dem Motto „Aus der Praxis – für die Praxis“.

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