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Einbürgerungsurkunden an 70 neue Bürgerinnen und Bürger überreicht

Fulda. Im Marmorsaal des Stadtschlosses wurden durch Oberbürgermeister Gerhard Möller die Einbürgerungsurkunden zur Deutschen Staatsbürgerschaft an 70 Fuldaer Bürgerinnen und Bürger übergeben.

Video: Max Colin Heydenreich

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„Dies ist heute ein ganz besonderer Tag für Sie und auch Ihre Nachkommen – Sie nehmen durch die Einbürgerung die deutsche Staatsangehörigkeit an und bekennen sich zur dauerhaften Hinwendung zu Deutschland. Ich bin froh, dass nun nicht mehr nur Einwohnern unserer Stadt sind, sondern Bürgerinnen und Bürger. Als erstes äußere Zeichen für diese Änderung wird es sein, dass Sie nun auch Wahlrecht für alle Wahlen hier in der Bundesrepublik Deutschland besitzen. Jedoch, dieser individuell wichtige Schritt beinhaltet nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten für und an unserem Gemeinwesen“, so Möller.

Er zeichnete ein kleines, symbolhaftes Bild unserer gemeinsamen Erde, dass er an einen Appell an die „jungen wie auch alten“ deutschen Staatsbürger knüpfte: „Sie kommen aus 13 verschiedenen Nationen – aus Serbien, Pakistan, Somalia oder Polen und finden sich heute, hier in Fulda zusammen. Dies zeigt, dass unsere Welt global ist und Sie dies symbolisch in Fulda verkörpern. Lassen Sie uns gemeinsam zum  Wohl dieser einen Welt handeln“.
 
Tradition und Wertschätzung
 
Möller zog bei der Überreichung der Einbürgerungsurkunden einen Bogen in die Tradition dieses Empfanges im Marmorsaal: „Wir wollen die Urkunden nicht im kleinen Rahmen einzeln an die neuen Bürgerinnen und Bürger verteilen – nein – diese öffentliche, feierliche Veranstaltung mit musikalischer Begleitung durch das Hornduo unserer Musikschule soll ein Zeichen setzen, dass wir die Integration von Ausländern fördern und unterstützen. Es bedeutet viel Überwindung, die alte Beheimatung aufzugeben und seine Heimat und Lebensweise im neuen Staatsgefüge zu finden. Diesem Schritt wollen wir mit einem würdigen Rahmen wertschätzen“.

Diese Worte nahm auch Margarete Hartmann, Stadtverordnetenvorsteherin in ihrem Grußwort auf. Sie überbrachte die besten Wünsche der städtischen Gremien und erläuterte den noch „jungen“ deutschen Staatsbürgern, was es heißt Stadtverordnetenvorsteherin zu sein.

Hartmann erläuterte weitere Funktionen der Kommunalpolitik und richtete den Wunsch an die eingebürgerten Personen, dass Sie sich in Zukunft auch für politische Positionen in Fulda bewerben und so der Gemeinschaft dienen könnten. Mit den Worten aus ihrem Herzen: „Lieben und schätzen Sie unser Stadt, genauso wie ich es tue“,  wünschte Hartmann den Geehrten viel Gesundheit, Glück und Erfolg.
 
Hinwendung zur Gesellschaft
 
Der Vorsitzende des Ausländerbeirates, Nihat Dalmis, ging bei seinem Grußwort auf die Integration der Ausländischen Mitbürger ein. Es ist wichtig, dass man sich in der selbst gewählten Heimat wohl fühlt und dass man eine persönliche Integration vornimmt. Diese zeichnet sich durch das Erlernen der fremden Sprache und der Hinwendung zu den üblichen gesellschaftlichen Normen aus.

Kritisch ging Dalmit mit den aktuellen Diskussionen betreffend ausländischer Jugendkriminalität ins Gericht. Kriminalität sei zu verurteilen, egal ob sie durch deutsche oder ausländische Mitbürger verübt wird. Er wünscht sich eine Versachlichung der Diskussion und hegt die Hoffung, dass dies nach der Landtagswahl wieder möglich ist. Dalmit wünschte den neuen Staatsbürgern, die ihre 13 verschiedenen Nationalitäten nun aufgeben, viel Glück und Erfolg.

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