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Neujahrsempfang der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in Fulda

Fulda. Auf dem Neujahrsempfang der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in Fulda hat der Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Rudolf Friedrich, unterstrichen, dass die Integration für die Hessische Landesregierung ein besonderes Anliegen ist. Gegenüber den Menschen, die als Spätaussiedler zu uns kommen, sehe Hessen mit Ministerpräsident Koch eine besondere moralische Verpflichtung.

Der Landesbeauftragte nannte es sehr wichtig, dass die russlanddeutschen Landsleute in die Integrationsarbeit einbezogen sind. „Kein anderer als die Deutschen aus Russland, die schon länger hier leben, kann die heutigen Spätaussiedler besser und verständnisvoller ansprechen. Deshalb danke ich der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland für diese Arbeit, die sie zu einem großen Teil ehrenamtlich leistet“, so der Landesbeauftragte.

Friedrich ging weiter auf das Projekt „Auf- und Ausbau eines Netzwerkes der Multiplikatoren zum Zweck der Verstärkung der Integrationsarbeit mit russlanddeutschen Spätaussiedlern“ ein, das auch im Jahr 2008 durch das Land Hessen gefördert werde. Die effiziente Integrationsarbeit der fachkundigen Selbsthilfeorganisationen der Russlanddeutschen, verbunden mit dem Einsatz einer Vielzahl von ehrenamtlich tätigen Multiplikatoren und Integrationslotsen, habe wesentlich dazu beigetragen, vielen Spätaussiedlern eine Perspektive zu geben.

Landesbeauftragte Friedrich berichtete in seinem Grußwort sowohl von den Zugängen bei den Spätaussiedlern als auch von den Integrationshilfen des Landes Hessen. Aufgrund der Bestimmungen des Zuwanderungsgesetzes habe es einen dramatischen Rückgang bei den Einreisen gegeben. Während im Jahr 2002 noch 6.536 Spätaussiedler nach Hessen kamen, waren es 2007 nur noch 421. Insgesamt wende das Land für die Integration mehr als 5,115 Mio. € auf, dies sei im Vergleich zu 1998 eine Erhöhung um 350 Prozent. Damit habe Hessen auf die Integrationsprobleme reagiert.

Rudolf Friedrich hob die Arbeit der Kreisvorsitzenden der Landsmannschaft in Fulda hervor. „Mein besonderer Dank gilt Frau Rosa Emich, die immer mit besonderem Geschick die Augen der Menschen für die Probleme der Spätaussiedler öffnen kann. Für Hessen gilt das Wort von Ministerpräsident Koch weiter, wonach Heimatvertriebene und Spätaussiedler eine Bereicherung für unser Land sind“, so Friedrich abschließend.

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