Fulda, Wiesbaden. Eine Satzungsänderung mit weitreichenden Folgen wurde von der Liga der freien Wohlfahrtsverbände Hessen beschlossen. Demnach sind ab sofort zwei neue Gremien maßgeblich für die Zusammenarbeit der hessischen Sozialverbände: die Mitgliederversammlung, welche die bisherige Vollversammlung ablöst, und der Gesamtvorstand. In diesem neuen Vorstandsgremium sitzen die Vorsitzenden der Liga-Arbeitskreise sowie ein Vertreter je Mitgliedsverband mit eigener Stimme. Auf diese Weise haben nun mit Fulda, Limburg und Mainz alle drei Diözesan-Caritasverbände, die in der Hessen-Liga vertreten sind, die Möglichkeit, die Entscheidungen eigenständig mitzuprägen.
Dr. Markus Juch, Diözesan-Caritasdirektor in Fulda, zeigte sich dementsprechend sehr erfreut von dieser Weichenstellung in der Liga, zumal die Satzungsänderung auch von der Fuldaer Caritas initiiert worden war. Die Liga der freien Wohlfahrtspflege Hessen verabschiedete sich damit von dem lange Jahre gültigen Verbandsgruppenprinzip, nach dem die einzelnen Verbände etwa der Caritas oder der Arbeiterwohlfahrt gemeinsam als „Fraktionen“ mit nur einer Vertretung mitsprachen und votierten. „Für die spitzenverbandliche Arbeit der Caritas im Bistum Fulda ist das ganz klar eine positive Entwicklung. Mit dem neuen Prinzip gewährleisten wir in der Liga gemeinsam, dass alle Beteiligten wahrgenommen werden und gleichermaßen an jeder Entscheidung ihren Anteil haben“, unterstreicht Caritasdirektor Juch. „Die Beschlüsse stehen somit zukünftig auch immer auf breiter Basis“. Der Diözesan-Caritasverband Fulda wird im Vorstand der Liga durch Caritasdirektor Dr. Juch vertreten sein. (cif)