Fulda. Für eine Stärkung Fuldas in den Bereichen Kultur und Tourismus setzt sich die Fuldaer FDP-Fraktion ein. Bereits in den letzten Wochen und Monate habe die FDP, so deren Fraktionsvorsitzender Jürgen Lenders, Vorschläge in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht, die das Image dieser facettenreichen Stadt in ihrer Außenwirkung stärken.
Hierbei erinnert er an die Briefmarke die zur 100. Wiederkehr der Nobelpreisverleihung an den Fuldaer Ferdinand Braun für 2009 von den Liberalen angeregt wurde oder die stärkere Verlinkung von städtischem und kreisweitem Tourismusmarketing. In der letzten Stadtverordnetenversammlung 2007 werde die FDP diesen Weg fortsetzen. Denn Dom, Barockviertel und Kongreßzentrum sind Pfunde, die zwar die Einwohner kennen, viele Bundesbürger aber noch nicht.
Zwar werbe die Stadt immer wieder mit dem ICE-Halt Fulda, doch wenn kulturbeflissene Touristen von hier das Schloss Adolphseck (Fasanerie) erreichen wollen, sind sie allein gelassen. Die FDP werde daher eine Verlängerung der Buslinie 6 von Bronnzell bis zur Fasanerie beantragen. Ebenso werde der Magistrat ersucht, ein geeignetes innenstadtnahes Gelände für einen Campingplatz zu finden. Gerade dieser Tourismusbereich boomt, doch Fulda hat seine diesbezüglichen Hausaufgaben nicht gemacht, bemängelt Lenders.
Als i-Tüpfelchen sehen die Liberalen das Nichtstun bei der Verfugung des Kopfsteinpflasters in der Innenstadt. Mehr Bürgernähe und schnelles Handeln würde manchem die Stadt sympathischer machen, glaubt der Fraktionsvorsitzende der FDP. Um diese Thematik abzurunden, ersuchen die Liberalen die anderen Parteien und den Magistrat sich für eine Erhöhung des Haushaltsansatzes im Bereich Denkmalschutz einzusetzen und die Rücklagenbildung von 100.000 Euro für eine künftige Kulturstiftung zu unterstützen. Vom Magistrat wolle man ferner wissen, welche Gelder für das Vonderau-Museum für attraktivitätssteigernde Aktivitäten eingeplant sind.
Immer dringlicher werde auch die Einrichtung einer Urnenwand, so Lenders. Viele Bürger fragen nach solch einer Möglichkeit der Bestattung. Die FDP fordert daher den Magistrat auf, sich für ein geeignetes Gelände auf dem Friedhof Frauenberg zu entscheiden. Um die innerstädtischen Strukturmöglichkeiten und den Zugang zum Gemüsemarkt besser zu planen, setzt sich die FDP, so Lenders, für einen Erwerb des Telekom-Gebäudes Unterm Heilig Kreuz durch die Stadt ein.
„Alle diese Maßnahmen können dazu beitragen, die Stadt für Einwohner, Touristen und damit vielleicht auch für künftige Ansiedlungswillige, attraktiver zu machen. Dieser Schritt muss jetzt gegangen werden, damit andere Kommunen uns auf diesem Feld nicht davon eilen“, so Jürgen Lenders zu den Anträgen der Liberalen in der letzten Stadtverordnetenversammlung in diesem Jahr.