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Informationszentrum auf dem Hoherodskopf mit steigenden Besucherzahlen

Vogelsbergkreis. Der Vogelsberg, der größte Vulkan Mitteleuropas, will noch bekannter werden, seine Attraktivität und seine Einzigartigkeit noch deutlicher heraus stellen. Hierfür ziehen die Stadt Schotten sowie die Landkreise Vogelsberg, Gießen und Wetterau an einem Strang – aus dem bisherigen Erfolgsmodell Naturpark soll mittelfristig ein noch erfolgreicherer Geopark werden. Der Vorstand des Naturparks Hoher Vogelsberg hat sich in seiner jüngsten Sitzung über die aktuellen Entwicklungen und laufenden Projekte des Zweckverbandes informiert. Vorsitzender Landrat Rudolf Marx, sein Wetterauer Kollege, Joachim Arnold, die Gießener Kreisbeigeordnete Sieglinde Schnell und die Schottener Bürgermeisterin, Susanne Schaab wurden vom Geschäftsführer des Naturparks, Rolf Frischmuth, über die diesjährigen Arbeitsschwerpunkte unterrichtet.

Die Sitzung im Naturpark-Infozentrum-Hoherodskopf gab den Vorstandsmitgliedern auch die Möglichkeit, die Bauarbeiten zur Erweiterung des Gebäudes zu besichtigen. Das Infozentrum verzeichne seit Jahren stetig steigende Besucherzahlen und sei mit 35.000 Besuchern pro Jahr zu einem unverzichtbaren Bestandteil des touristischen Angebotes in der Region geworden. Die Kosten der Umbaumaßnahmen belaufen sich auf rund 150.000 Euro, wovon etwa 60 Prozent aus einer Förderung der EU stammen.

Im Kontext der touristischen Entwicklung der Region wurde auch über eine eventuelle Namensänderung des Naturparks gesprochen. Die Bezeichnung „Hoher Vogelsberg“, ursprünglich eine geografische Formulierung, war vor über 50 Jahren in der Gründungsphase absolut passend. Zum damaligen Zeitpunkt beschränkte sich die Naturparkfläche noch auf die Höhenlagen. Inzwischen sind jedoch zahlreiche Flächen hinzugekommen, die der früheren Beschreibung nicht mehr entsprechen, erläutert Geschäftsführer Frischmuth in einer Pressemitteilung.

Das Gremium war sich darüber einig, dass der Naturpark eine geeignete Institution wäre, um das neue touristische Thema „Vulkan“ und „Geologie“ mit dem nötigen regionalen Anspruch zu bearbeiten. Auch in der Verbindung der Themen Natur und Geologie sahen die Beteiligten eine ideale Kombination, die dazu geeignet sei, eine positive Bewusstseinsbildung, vor allem in der breiten Bevölkerung, zu unterstützen. Landrat Marx lobt in diesem Zusammenhang das “kraftvolle Wirken” von Gerold Beckmann, der die Fachsektion Vogelsberg in der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft leitet.

Die Vorstandsmitglieder hoben in Schotten hervor, dass eine reine Namensänderung ohne die dazugehörenden strukturellen und finanziellen Veränderungen keinen Sinn mache. Dieses Thema soll in der nächsten Sitzung der Verbandsversammlung im Naturpark auf die Tagesordnung gesetzt und dort noch eingehend besprochen werden. Einig war sich das Gremium, dass bei der derzeitigen Lage der kommunalen Haushalte für eine Neugründung eines eigenständigen Geoparks keine Zustimmung in der Region zu finden ist. Als mögliches Vorbild für den vorgeschlagenen Weg sei der “Geo-Naturpark Bergstrasse-Odenwald”, der seit vielen Jahren sehr erfolgreich arbeite und wesentlich zur regionalen Entwicklung vor Ort beigetragen habe.

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