Rhön. Die Rhön in Kleinsassen wurde in diesem Jahr Schauplatz für große Ferien – Ritterspiele. Zauberer, Prinzessinnen und allerlei Adel fanden sich ein, um die integrative Kinderfreizeit der Katholischen Jungen Gemeinde (KjG) zu begleiten. Es galt für die 31 Kinder mit und ohne Behinderung spannende Abenteuer und Prüfungen zu bestehen. Die integrative Freizeit ist ein fester Bestandteil des alljährlichen Ferienprogramms der KjG Fulda. Lagerleiterin Victoria Augstein, sowie ihre 10 BetreuerInnen hatten sich ein vielfältiges Programm ausgedacht, bei dem es allen möglich war mitzumachen. „Das ist sozusagen unsere Maxime“, so Victoria Augstein „nämlich ein Programm von Lagerfeuer und Dorfrallye über Wanderung bis hin zu Gottesdiensten und Kreativworkshops zu entwickeln und es so zu gestalten, dass alle beteiligt sind und gemeinsame Erfahrungen machen können.“ Vor allem bei Freizeitaktivitäten können alle mit ihren individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen einen Platz in der Gruppe finden. Eventuelle Unsicherheiten und Berührungsängste schwinden schnell, sodass das Zusammenleben selbstverständlich wird. „Man erlebt, dass Integration funktionieren kann“ erklärt Christin Bonaus, welche die Freizeit in diesem Jahr mitbetreut und begeistert davon ist, dass die KjG ein solches Angebot für Kinder ermöglicht.
Aber nicht nur Kinder, sondern auch Jugendliche konnten integrative Ferien erleben. Die diesjährige I-Teen-Freizeit fand in Obing in der Nähe des Chiemsees statt. Für 19 Teenager und 8 BetreuerInnen standen eine Stadtbesichtigung in München, Baden im Spaßbad, sowie ein Besuch in einem Aquarium auf dem Programm. Natürlich durften auch Lagerfeuer und Stockbrot, Disco und Kino nicht fehlen. „Das ist schon sehr besonders, dass das Konzept auch bei Teenagern funktioniert  und sie sich umeinander kümmern“, so Michael Wilhelm, Leiter der Freizeit.
Die Integrative Teenagerfreizeit stellt seit Jahren die altersmäßige Folgeveranstaltung für die I-Freizeit dar. „Es gehört einfach zu unserem christlichen Selbstverständnis, dass wir zunächst einmal allen ohne Einschränkung den Zugang zu unserem Programm ermöglichen wollen. Schön, dass uns das in dieser Form gelingt“, so Christina Schönherr, Diözesanleiterin der KjG Fulda. Das die Freizeiten in ihrer jetzigen Form überhaupt durchführbar sind, verdankt die KjG auch der finanziellen Förderung von Bistum und Landkreis Fulda, sowie der Deutschen Bank und weiterer Sponsoren. Auch im nächsten Jahr gibt es wieder integrative Freizeiten bei der KjG. Infos unter www.kjg-fulda.de oder per Telefon unter 0661-87462.

