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OB Möller enthüllte Namensschild des Willi-Glotzbach-Wegs

Fulda. „Hammer“, so heißt einer der Titel der beliebten deutschen Pop-Band „Culture Candela“. Zwar haben die Boys mit ihrem Song jemand anderen im Blick, aber „hammermäßig“, im besten Sinne des Worts, war auch ein „Fulder Jong“ und Spitzenathlet: Willi Glotzbach. Der 2008 im Alter von 77 Jahren verstorbene Glotzbach war gleich viermal deutscher Meister, im Dreikampf – 1958 brach er sogar den deutschen Rekord in der Schwerathletik – , im Gewichtswerfen und natürlich im Hammerwerfen – wofür viele ihn kennen. Heute erinnert ein Weg vor seiner letzten Wirkstätte, der Gellingshalle, über seinen Tod hinaus an den Hammerwerfer, Schützen und Hausmeister. Kürzlich übergab Fuldas Verwaltungschef Gerhard Möller offiziell den Weg im Beisein von Glotzbachs Frau Erika, Sohn Ralf und vielen Freunden, darunter auch Karl („Charly“) Larbig, auf dessen Initiative die Namensgebung zurückgeht.

Multitalent

In diesem Jahr wäre Willi Glotzbach 80 Jahre alt geworden. Die Übergabe sei nun eine „posthume Gratulation,“ wie Möller betonte. Im großen Kreis der Gäste ließ der OB noch einmal einige wichtige Daten des „Multitalents“ Revue passieren. Nach der Handelsschule und Feinmechanikerlehre hatte Willi Glotzbach unter anderem bei der Firma Laurin gearbeitet. 1971 übernahm er die Position des Hallenwarts an der Gellingshalle. 1993 schied er aus städtischen Diensten aus und hinterließ „seine Halle in Topzustand.“ Sein sportliches Engagement und seine Erfolge waren vielfältig.

Für diese Vielfalt steht auch, dass Glotzbach, obwohl er erst als 63jähriger dem Fuldaer Schützenverein beitrat, dreimal der Königsfamilie angehörte und 1996 sogar selbst Schützenkönig wurde. Außerdem gehörte er der Bürgergarde an, war Mitbegründer des Musikzugs, viele Jahre Gardemajor und Adjutant bei Prinz Werner Fritz. In der beeindruckenden Vita spiegele sich die Persönlichkeit Willi Glotzbachs wieder. Die Stadt habe deshalb gerne den Gedanken aufgegriffen, einen Weg nach ihm zu benennen.

Herzensanliegen

Für seinen Vereinsfreund Karl („Charly“) Larbig war es ein Herzensanliegen, dass die offizielle Benennung des Willi-Glotzbach-Wegs im Jahr des 80. Geburtstags erfolgt. Gerührt dankte Larbig Fuldas Oberbürgermeister für diese Geste. „Für uns alle, besonders für seine Frau, seinen Sohn und mich ist die Benennung eine große Ehre und auch mein Freund hätte sich sehr darüber gefreut.“ Willi Glotzbach sei ein großer Sportler und Kamerad gewesen. (mb)

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