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Rhönklub Hünfeld übergibt Rundwanderweg

Hünfeld. Es sei „das erste Mal für den Rhönklub, dass ein Rundwanderweg als Tagestour“ übergeben werde. Mit diesen Worten übergab Rhönklub-Präsidentin Regina Rinke den neuen Stallberg-Rundwanderweg. Dieser geht auf eine Initiative des ehemaligen Rhönklub-Zweigvereins-Vorsitzenden Josef Wilhelm zurück. Ihm blieb es auch vorbehalten, diesen Weg der Stadt Hünfeld anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten „700 Jahre Stadtrechte Hünfeld“ zu widmen. Es gelte, „neue Wege“, auch ganz persönlich, zu gehen, betonte Zweigvereins-Vorsitzender Josef Vogt in seiner Begrüßung. Mit diesem Weg, den anlässlich der Übergabe rund 45 Wanderer zum Wanderparkplatz Stallberg begingen, sollen neue Erfahrungen gemacht und Anregungen auf einer „wunderschönen“, insgesamt rund 24 Kilometer langen Tour geholt werden. Etwa 95 Stunden hätten das Wegemarkierungs-Team mit 1. Wegewart Armin Herget, seinem Stellvertreter Ernst Habersack sowie ihren beiden Vorgängern Ludwig Herbst und Alfred Witzel in die Markierung investiert, wofür ihnen neben dem Ideengeber Josef Wilhelm der besondere Dank zustehe.

Markiert mit einem schwarzen S auf weißem Spiegel führt der Rundwanderweg vom Parkplatz Bürgerpark Haselsee über Haselstein zum Stallberg (14 Kilometer) wieder zurück über Kirchhasel in die Haunestadt (10 Kilometer). Der 553 Meter hohe Stallberg sei „der Hausberg der Hünfelder und des Rhönklub-Zweigvereins Hünfeld“, erläuterte der Initiator des Weges, Josef Wilhelm. Der Basaltberg sei „geheimnisvoll“, wie auch der dazugehörige Flyer verrät. Berge stünden für Freiheit, Naturverbundenheit, Heimat und weite Blicke, sagte Wilhelm weiter. Der Stallberg sei dabei der „schönste und interessanteste“ Berg im Hessischen Kegelspiel, der kulturhistorisch und botanisch von besonderer Bedeutung sei. Markant seien seine urwaldähnliche, seltene bodennahe Fauna, sein wertvoller Baumbestand sowie die „einmaligen“ Basaltschlote und die Basaltblockhalden.

Aber auch die bronzezeitlichen Hügelgräber und der keltische Ringwall seien hier hervorzuheben. Mit all diesen Voraussetzungen, erläuterte Wilhelm weiter, sei der Stallberg, der seit 1973 Naturschutzgebiet und seit 1997 Kernzone im Biosphärenreservat Rhön ist, ein geradezu „mystischer Ort“. Geplant sei nun in Ergänzung zum eigentlichen Wanderweg ein „Stichweg“ hin zu den Besonderheiten auf der Kuppe des Berges. Durch „Aufklärung und Führung auf Wegen“ sollen so die „sensiblen Bereiche“ des Stallbergs erkundet werden. Wilhelm dankte allen Helfern sowie der Stadt Hünfeld, dem Hauptwegewart Thomas Lemke, Rhönklub-Präsidentin Regina Rinke und dem Wegewart der Region Fulda, Helmut Schneider, für ihre Unterstützung.

Einem Dank, dem sich Rhönklub-Präsidentin Regina Rinke nur anschließen konnte. Hier sei „ein echter Wanderweg“ entstanden, der es erlaube, auf bequeme Weise die Landschaft vor Ort unmittelbar zu entdecken. In Hünfeld bestehe ein harmonisches Miteinander zwischen Rhönklub und Stadt. Hier würde, betonte Rinke weiter, Ehrenamt mit Spaß verbunden. Der Stallbergweg, so ihr Wunsch, soll für viele, aber „echte“ Wanderer, nicht für Massentouristen, das Ziel sein, um die Natur- und Kulturschätze hier zu erkunden.

Als Gastgeschenk brachte sie ein Stück eines metallenen Markierungspfostens für Bürgermeister Dr. Fennel mit, der sich mit der Broschüre „100 Jahre Museumsarbeit – Konrad-Zuse-Museum mit Stadt- und Kreisgeschichte Hünfeld“ revanchierte. Das Stadtoberhaupt würdigte den Weg, der dazu einlade, immer wieder begangen zu werden. Er soll der Erholung und Muse dienen in Form eines „Fleckchen, um in Ruhe zu wandern“. Er kündigte an, dass im Oktober eine ergänzende Informationstafel am Wanderparkplatz Stallbergweg angebracht werden soll, und unterstrich schließlich nochmals, wie viel „Herzblut“ der Initiator und Planer des Weges, Josef Wilhelm, eingebracht hätte. Die Übergabe wurde musikalisch von den Jagdhornbläsern Hünfeld umrahmt.

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