Marbach / Hilders. Zum traditionellen Grenzmarsch der Reservistenkameradschaft Hilders, einem Militärischen Vielseitigkeitswettkampf in der Rhön, trat die Reservistenkameradschaft Marbach Mitte August mit 2 Mannschaften an. Die Mannschaft RK-Marbach 2 mit Leutnant d.R. Lukas Heil, Leutnant d.R, Johannes Diegelmann, Hauptfeldwebel d. R. Matthias Göbel, unterstützt durch Robin Göbel errang den ersten Platz, die Mannschaft RK-Marbach 1 mit Stabsunteroffizier d.R. Christian Günther, Unteroffizier d.R. Markus Röder und Unteroffizier d.R. Willy Muder, verstärkt durch Ludwig Röder den zweiten Platz. Bei herrlichem Sommerwetter traten insgesamt 8 Mannschaften an, um auf dem ca. 12km langen Patrouillenweg vorgegebene Punkte anzulaufen. Unterwegs stellten sich den Wettkämpfern Aufgaben aus verschiedenen militärischen Aufgabenbereichen, die von den Kameraden der RK-Hilders wie gewohnt sehr gut ausgewählt und vorbereitet waren.
Wie kann ich mit dem Bundeswehrfernglas die Entfernung zu einem Objekt oder dessen Breite bestimmen oder wie kann ich ohne Kompass die Himmelsrichtung ermitteln? Nur ein Teil der Fragen, die gleich an der ersten Station zu lösen waren. Die Patrouille führte die Mannschaften auch quer durch die Ortschaft Hilders. Plötzlich tauchte völlig unerwartet im Wohngebiet ein um Hilfe schreiender Junge auf. Das gehört nicht zum Wettkampf – das ist jetzt eine echte Notlage – wir müssen den Wettkampf unterbrechen und helfen, war der erste Gedanke aller Teilnehmer.
Erst am “Unfallort“ angekommen, wurde klar, dass es sich doch um eine Wettkampfstation handelte und es kein “echter“ Notfall war. Ein großes Kompliment an die Mitwirkenden der RK-Hilders für die sehr realistische und fordernde Darstellung! Der weitere Wettkampfparcours führte zur Ulster, an der zunächst eine Übergangsstelle für das Durchwaten des Flusses erkundet und dann der Fluss auf einem doppelten Seilsteg überquert werden musste. Genauso wie die Reservisten, zeigten die zivilen Teilnehmer Ludwig Röder und Robin Göbel keine Scheu und überquerten, auf dem unteren Stahlseil stehend, am oberen Stahlseil hangelnd den Fluss.
Auf der nächsten Station ging es um den Bereich “Verpflegung im Einsatz“. Hier mussten verschiedene Samen, z.B. von Weizen, Gerste, Leinsamen, Hanf usw. erkannt und zugeordnet sowie Gemüse und Früchte am Geschmack bestimmt werden. Die Marschanteile wurden immer wieder von kurzen Aufgaben unterbrochen. So hatte man zuvor an einer weiteren Station theoretische Fragen zu den aktuellen Handwaffen der Bundeswehr zu lösen. Nach einem kleinen Orientierungsmarsch galt es dann an der letzten Station so schnell wie möglich ein Biwak zu errichten und ein Feuer in Gang zu bringen. Auch in diesem Jahr hat die RK-Hilders wieder einen sehr ansprechenden und fordernden Wettkampf auf die Beine gestellt. Teilnahme empfehlenswert !