Fulda. Unter dem Motto „Die Gute Form“ präsentieren junge Schreiner ihre Gesellenstücke im ÜWAG-Kundenzentrum in der Bahnhofstraße 2 in Fulda. Bereichsleiter Dipl.-Ing. Bernhard Herber begrüßte im Namen der ÜWAG die zahlreichen zur Eröffnung der Ausstellung erschienenen Gäste. Er ging auf die Verbindung zwischen Schreinerhandwerk und ÜWAG ein. Da wo gehobelt werde, fielen nicht nur Späne, sondern dort werde auch Energie benötigt. Und hierbei sei die ÜWAG der verlässliche Partner des Schreinerhandwerks. Oberbürgermeister Gerhard Möller wies in seinem Grußwort darauf hin, dass das Schreinerhandwerk wie kein anderes Handwerk Funktionalität mit Ästhetik verbinde. Das Schreinerhandwerk schaffe Werte, die keine kurzfristigen Modeerscheinungen seien, sondern die dauerhaften Bestand hätten.
Masin Idriss, Tischler und Möbeldesigner, ging in seinem Referat zum Thema „Die Gute Form – Gestaltungskompetenz im Tischlerhandwerk“ zunächst auf die Kreativität ein. Jedes Formen und Gestalten erfordere Kreativität. Dies sei ein schöpferischer Prozess, der losgelöst und unabhängig vom verwendeten Material stattfinden müsse. Von der Kreativität spannte Idriss dann den Bogen zum Design. Design losgelöst von der Funktionalität sei Kunst. Das Schreinerhandwerk dürfe aber keinesfalls die Funktionalität aus dem Auge verlieren. Möbelgestaltung des Schreiners sei immer eine Mischung aus Fantasie, Planung und handwerklicher Produktion.
Idriss lobte die vorbildliche Förderung des Schreinernachwuchses durch die Schreiner Innung Fulda. Es gäbe hessenweit kaum eine Innung, die so konsequent jährlich zur Vorbereitung auf die Gesellenstücke ihren Auszubildenden im Bereich Gestaltung und Möbeldesign schulen lassen würde. Dabei würden den jungen Leuten, so Idriss weiter, zwei wichtige Prinzipien des Möbeldesigns vermittelt, nämlich zum einen „Weniger ist mehr“ und zum anderen „form follows function“ – die Form hat sich an der Funktionalität auszurichten.
Obermeister Eugen Schramm lobte deshalb auch die große Leistung der Jugendlichen. Schon zweieinhalb Jahre nach verlassen der Schule würden die Jugendlichen mit dem Bau ihres Gesellenstückes beginnen. Die professionelle Unterstützung in der Möbelgestaltung würde sich in einem hohen Maß an Professionalität und Präzision niederschlagen. Und mit einer solchen guten Ausbildung hätten die jungen Leute exzellente berufliche Aussichten.
Die Ausstellung „Die Gute Form“ ist noch bis zum 9. September 2010 im ÜWAG-Kundenzentrum in Fulda zu sehen und während der gewohnten Öffnungszeiten für alle Besucher zugänglich: montags bis freitags von 09:00 bis 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.