Leute. Mit der Anerkennungsurkunde des Landes Hessen wurde in diesem Jahr Frau Hedwig Roth, Fulda am Internationalen Tag des Ehrenamtes durch Staatssekretär Gerd Krämer in Vertretung für Staatsministerin Silke Lautenschläger in der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden ausgezeichnet. Hedwig Roth, die seit 30 Jahren ehrenamtlich in der ökumenischen Bahnhofsmission Fulda Menschen aus allen Schichten mit unterschiedlichsten Problemen hilft, war eine von 33 ausgewählten Ehrenamtlichen.
Insgesamt seien 296 Vorschläge von auszeichnungswürdigen Gruppen und Personen eingereicht worden, so Staatssekretär Krämer und die Jury habe eine schwere Aufgabe gehabt. Gleichzeitig erhielt die Institution einen Anerkennungsscheck in Höhe von 250 Euro.
Als Zeichen der Anerkennung für Bürgerinnen und Bürger, die in besonderem Maße ehrenamtliche Leistungen erbringen, verlieh das Land Hessen zum fünften Mal die Anerkennungsurkunden für besonderes ehrenamtliches, bürgerschaftliches und soziales Engagement. Nach Auffassung Krämers nehme die Ehrenamtsförderung einen wichtigen Platz ein und zeigten die vielfältigen Aktivitäten der Landesregierung zur Unterstützung des Ehrenamtes deutliche Erfolge.
So engagierten sich 39 Prozent der über 14-Jährigen in Hessen freiwillig und das Bundesland läge somit an 2. Stelle im Bundesranking, hinter Baden-Württemberg, machte der Staatssekretär deutlich. Ehrenamtliches Engagement sei nicht nur eine zentrale Grundlage der demokratischen Gesellschaft und eine wichtige Bedingung für ein tolerantes und friedliches Zusammenleben, sondern auch ein entscheidender Faktor für die Lebensqualität. Die Urkunde soll den Respekt der Landesregierung vor der Leistung des bürgerschaftlichen Engagements bekunden und als Ermutigung verstanden werden, sich weiter ehrenamtlich zum Wohle der Gesellschaft zu engagieren.
Die ökumenische Bahnhofsmission Fulda ist in der Trägerschaft des Caritasverbandes für Stadt und Landkreis Fulda e.V. und des Diakonischen Werkes Fulda. Die Arbeit wird von Monika Niestroj, Caritas und Helga Stumpf, Diakonie koordiniert und ausschließlich von Ehrenamtlichen montags bis freitags im Bahnhofsgebäude Fulda geleistet. Sie ist Kirche vor Ort und nicht nur für Bahnreisende Anlaufpunkt und „Erste Nothilfe“. Ein besonderes Projekt ist „Kids on Tour“, die Begleitung von bahnreisenden Kindern durch Personal der Bahnhofsmission.
Ausgezeichnet wurde auch Luitgard Ewald (Künzell). Sie hilft Kindern aus Migrationsfamilien bei den Hausaufgaben und berät auch deren Eltern. (Text und Foto: Caritasverband für Stadt und Landkreis Fulda e.V., Winfried Möller)