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Archäologischen Ausgrabung bei Großenlüder-Müs – Tag der offenen Tür mit großer Resonanz

Grossenlüder-Müs. Über 400 Besucher nutzten den Tag der offenen Tür, um sich über den Stand der archäologischen Ausgrabung bei Großenlüder-Müs zu informieren. Unter fachlicher Begleitung durch Kreisarchäologe Dr. Frank Verse und Grabungsleiter Sebastian Luke wurden die verschiedenen Stationen der Ausgrabung besichtigt. Neben der Schlackenhalde, einem sogenannten Ausheizherd und ersten Spuren des Schmelzofens, die in das 15./16. Jahrhundert datieren, waren auch Teile einer Siedlungswüstung zu sehen. Außerdem wurden zahlreiche Fundstücke präsentiert, die bisher entdeckt wurden. Neben Schlacken, die verschiedene Phasen der Erzschmelze darstellen, konnten auch Reste der verhütteten Erze gefunden werden. Von besonderer Bedeutung sind Teile einer Luppe mit einem Eisenanteil von über 85 Prozent.

Zahlreiche Reste von Tongefäßen, darunter Kugeltöpfe, Flaschen, Krügen und Kannen, gaben einen Eindruck von den Lebensumständen der Hüttenleute. Dazu gehörten auch eine Ofenkachel sowie ein Spinnwirtel. Die Führung ins Umfeld des Schlackenplatzes führte in den angrenzenden Wald. Dort wurden Hohlwege, Bergbauspuren und Meilerplätze besichtigt. Diese lieferten anschauliche Hinweise auf die damalige Landschaftsnutzung. Die Führung endete an der hochmittelalterlichen Töpfersiedlung im Keuz. Einen regen Absatz fand auch die an der Grabungsstelle gereichte Verpflegung. Besonders nach den über zweistündigen Führungen wurden Getränke, Kuchen und Bratwürstchen, die die Heimatfreunde Müs zur Verfügung gestellt hatten, gerne zur Stärkung verzehrt. Der Verkaufserlös kommt der Ausgrabung zugute.

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