Fulda. Pflegende Berufe haben Zukunft. Das wissen auch die Auszubildenden der Altenpflegeschule der FAW Fulda. Optimistisch und hoch motiviert haben sie Ende Juni mit der Ausbildung zum/r Altenpflegehelfer/in begonnen. Ein krisensicheres Beschäftigungsfeld erwartet die Teilnehmer, die derzeit in der im Mai 2010 neu gegründeten, staatlich anerkannten Altenpflegeschule der FAW Akademie Fulda die einjährige Ausbildung zum/r Altenpflegehelfer/in absolvieren. „Sie eröffnen sich damit eine neue berufliche Perspektive und einen beruflichen Quereinstieg in einen der schönsten und abwechslungsreichsten Berufe“, so Dirk Niedoba, FAW Akademieleiter.
Gleichzeitig verwies Niedoba auf die Zahlen des hessischen Pflegemonitors. Demnach werden in Hessen bis zum Jahr 2020 fast 3000 zusätzliche Altenpflegefachkräfte benötigt. So kommt der Ausbildung von gut qualifiziertem Pflegepersonal eine entscheidende Rolle bei der Zukunftssicherung der Altenpflege zu. Dieser Herausforderung und Aufgabe will sich die FAW, die seit 1996 sehr erfolgreich in Fulda und seit 2005 mit einer Außenstelle in Bad Hersfeld vertreten ist, mit ihrer Altenpflegeschule stellen.
Unterstützt wird die FAW dabei von der Agentur für Arbeit Fulda, die die einjährige Ausbildung über Bildungsgutscheine und das Sonderprogramm des Bundes WeGebAu finanziert. Zudem ist dieser anerkannte und zertifizierte Ausbildungsgang auch für Rehabilitanden und Umschüler geeignet. Mit dem erfolgreichen Abschluss der einjährigen Ausbildung können die Altenpflegehelfer/innen Pflegefachkräfte bei ihrer Arbeit im stationären und ambulanten Bereich erfolgreich unterstützen. Sie werden von pädagogisch qualifizierten Praxisanleitern in unterschiedlichen Altenpflegeeinrichtungen in der Region Fulda angeleitet und betreut.
„Die Auszubildenden werden in unseren Kooperationsbetrieben bei der praktischen Ausbildung dahingehend qualifiziert, dass sie insbesondere Tätigkeiten der Grundpflege und der Betreuung übernehmen sowie assistierend bei der Behandlungspflege tätig werden können“, erklärt Andrea Zippel, Kursleitung und stv. Schulleitung der Altenpflegeschule der FAW. Ohne die großartige Unterstützung der kooperierenden Altenpflegeeinrichtungen wäre die Umsetzung dieser sehr praktisch orientierten Ausbildung nicht möglich gewesen, so Akademieleiter Niedoba.
Während ihrer einjährigen Ausbildungszeit durchlaufen die Auszubildenden der FAW-Altenpflegeschule neben über 900 pflegepraktischen Einsatzstunden auch rund 700 Stunden theoretischen und fachpraktischen Unterricht in der Schule. Während dieser Zeit werden sie von qualifizierten und erfahrenen Lehrkräften der FAW unterrichtet und begleitet. Dabei nimmt das Team von Dirk Niedoba auch die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse auf. Daher werden die aktuellen Ergebnisse der Studie am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen umgesetzt, die besagen, dass nicht nur der Pflegeberuf, sondern auch die Schulen attraktiver werden müssen.
So wird in der Ausbildung an der Altenpflegeschule der FAW in Fulda u.a. der Gesundheitsförderung große Aufmerksamkeit gewidmet, um Arbeitsbelastungen, Überforderung und Burn-out bei angehenden Pflegekräften frühzeitig entgegen wirken zu können. Die Eingliederungschancen in den ersten Arbeitsmarkt sind nach dem Abschluss sehr gut, so Christiane Spork-Hüttemann (verantwortliche Teamleitung der Agentur für Arbeit, Fulda), da es zunehmend mehr schwerstpflegebedürftige alte Menschen mit zum Teil komplexen gerontopsychiatrischen Erkrankungen gibt.
Nach dem erfolgreichen Examen als Altenpflegehelfer/in besteht die Möglichkeit, die dreijährige Ausbildung zum/zur Altenpfleger/in anzuschließen. So plant das sehr erfahrene Team der Altenpflegeschule der FAW Fulda aktuell auch den Start einer dreijährigen Altenpflegeausbildung. Der nächste einjährige Ausbildungsgang zum/r Altenpflegehelfer/in bei der FAW beginnt am 27. September 2010. Interessenten für die einjährige Helferausbildung, insbesondere auch mit einem Bildungsgutschein, können sich ab sofort an die Altenpflegeschule der FAW Akademie Fulda, Telefon: 0661 679309-0, wenden.