Schönes aus Fulda. Fünf Berliner Musiker, zwei Kisten Leergut – Das GlasBlasSing Quintett. “Was wollen denn die hier?” wird sich so mancher Gast fragen, wenn die fünf mit ihren Instrumentarium die Bühne betreten. Doch im Handumdrehen wandelt sich anfängliches Misstrauen in tosende Begeisterung, sobald jeder mit zwei Sträußen Pfandlaschen in den Händen auf das erste Lied anstimmen.
Fotos (24) und Video: Max Colin Heydenreich
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Von “Don`t Worry Be Happy” bis “Don`t Be Cruel”, von ,.Mission Impossible” bis “My Sharona”, von Beatles bis Bach, ob geblasen, geschlagen, geworfen oder mit den Daumen geploppt – es finden sich immer ein paar Lieder im Kasten, die man so garantiert noch nirgendwo gehört und gesehen hat.
Augenzwinkernde Eigenkompositionen geben zwischendurch immer wieder Einblicke in die Freuden und Nöte des Flaschenmusiker-Alltags. Den Recycling-Gedanken tief verinnerlicht bereist das Ensemble die Lande, um den Menschen Mut und Freude einzuhauchen und sie auf den GlasBlasSing Quintett Leitfaden einzuschwören: “Durch dieses Land muss ein Schluck gehen!”
Am gestrigen Freitag spielten die Berliner im Kulturkeller vor einem kleinen Publikum. Rund 50 Gäste haben den Weg in den Gewölbekeller gefunden. Die Stimmung? Fast wie bei einem “Privat-Gig”. In vielen Stücken wurden die Gäste zum Mitmachen animiert. Klatschen, pfeifen, singen und sogar auf der C-Null Braunglas 0,5 Liter Bierflasche spielen. Musikunterricht der Extraklasse – dem Publikum hat’s gefallen. Das GlasBlasSing Quintett – Ein echter Geheimtipp.
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