Schönes aus Fulda. Wie erfährt ein Bürgermeister, was die älteren Bewohnerinnen und Bewohner von ihm erwarten? Dr. Wolfgang Dippel entschied sich für eine unbürokratische Lösung und lud Vertreterinnen und Vertreter von Seniorenvereinigungen in der Stadt Fulda zu einem Treffen ins Stadtschloss ein. Das Kurfürstenzimmer war gefüllt und neben der Chance ihre Probleme mit dem Bürgermeister zu erörtern, nutzen die Anwesenden auch die Möglichkeit, sich untereinander kennenzulernen.
Der Bürgermeister berichtet von den Haushaltsberatungen 2008 und kündigte an, dass der Sozialetat im Seniorenbereich – vorbehaltlich der Beratungen in der Stadtverordnetenversammlung, auch in Zukunft nicht gekürzt werde. Die Stadt Fulda werde auch weiterhin die Seniorenveranstaltungen in der gewohnten Form durchführen und dabei auch auf die aktive Einbindung der Betroffenen achten.
Nur durch die Zusammenarbeit von Poltik und Verwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern, die an den Veranstaltungen teilnehmen, und die ihre Wünsche mitteilen und ihre Fähigkeiten für die Gemeinschaft einsetzen, könne die Arbeit positiv fortgeführt werden.
Die Neuausrichtung des Amtes für Jugend und Familie werde die Zuordnung des neuen Sachgebiets „Senioren und bürgerschaftliches Engagement“, dass mit 2 ½ Stellen personell besetzt ist, deutlich. Das Sachgebiet sei Ansprechpartner für die Senioren und kläre in Zusammenarbeit auch im Querschnittsbereich (zum Beispiel Bürgerbüro, ÖPNV, öffentliche Sicherheit und Ordnung, Bauverwaltung) die anfallenden Sorgen/Nöten. Zur Information für hilfesuchende Personen gäbe es inzwischen einen entsprechenden Flyer, der im Bürgerbüro und in der Sevicestelle Soziales ausliegt.
Gisela Wehr-Tiemeier berichtete, welche Veranstaltungen von der Stadt Fulda für ältere Menschen durchgeführt werden. Das Jahresprogramm für 2008 werde ab Anfang Dezember verteilt. Das Programm der städtischen Volkshochschule biete im Rahmen der Reihe „Recht im Alltag“ Rechtsvorträge zu Themen wie z. B. Patientenverfügung und Erben und Vererben an. Im Rahmen der Reihe „Blick hinter die Kulissen“ werde die Möglichkeit einheimische Institutionen zu besuchen sehr gerne von Senioren genutzt. Erste Erfahrungen mit dem neuen Angebot: Volkslieder Singen zeigten, dass viele ältere Menschen aktiv sind und auch bleiben möchten.
Verschiedene Themen, wie z. B. Pressearbeit, Verfügbarkeit von Räumen in der Stadt, Öffentlicher Personennahverkehr und Sicherheit im öffentlichen Raum wurden besprochen. Verschiedene Projekte, die von anwesenden Senioren selbst aktiv mitgestaltet werden, wurden vorgestellt und zeitgen welch bedeutetende Rolle diese Gruppe in der Stadt hat.
Der Bürgermeister dankte für das zahlreiche Erscheinen und unterstrich die Wichtigkeit ehrenamtlicher Seniorenarbeit. Nach den positiven Erfahrungen des Treffens mit den Fuldaer Seniorengruppen ist das nächstes Treffen für Sommer 2008 geplant.