Rhön. Der Landkreis Rhön-Grabfeld will sich künftig noch stärker als familienfreundliche, partnerschafts- und naturorientierte Region positionieren. Wie in ganz Deutschland wächst auch hier der Anteil der älteren Bevölkerung. Hinzu kommt, dass viele junge Menschen ihre Heimat für Ausbildung und Studium verlassen und dann dort auch ihr Leben verbringen. Mit einer Vielzahl von jugend- und familienfreundlichen Bildungs- und Freizeitangeboten außerhalb der Schule will man dieser Entwicklung gegensteuern. Im Blickpunkt stehen dabei u.a. die gemeinnützigen Jugendzeltplätze der Region. Ein mit Leader-Mitteln finanziertes Konzept zur Neuausrichtung dieser Anlagen wurde soeben in Auftrag gegeben.
Zelten gehört wohl zu den schönsten Kindheits- und Jugenderinnerungen an die Heimat. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, soll das beauftragte Fachbüro für Bildungsstättenberatung Krause & Böttcher GmbH aus Hersbruck im ersten Schritt die Jugendzeltplätze Hillenberg, Am Reith bei Hausen und Himmeldunkberg bei Bischofsheim / Oberweißenbrunn unter die Lupe nehmen. Die Experten werden untersuchen, wie die bauliche Ausstattung verbessert und modernisiert werden kann.
Ebenso wird man konzeptionelle Überlegungen anstellen, wie die Zeltplätze besser miteinander und mit anderen Umwelt- und Sozialbildungseinrichtungen vernetzt werden können. Auch überregionale Partnerschaften sollen so entstehen. Ziel ist es, neue zeitgemäße Angebote, z.B. im therapeutisch-pädagogischen Bereich, zu entwickeln, die junge Menschen begeistern, die Liebe zu ihrer Heimat stärken und junge Menschen aus anderen Gegenden für die Region interessieren. Die Ergebnisse des Konzepts werden bis Ende diesen Jahres vorliegen. Die Umsetzung soll dann in weiteren Leader-Maßnahmen erfolgen.
„Wir freuen uns sehr, dass wir erneut Leader-Mittel erhalten“, betont Landrat Thomas Habermann. Dies zeige, dass man die engagierten Aktivitäten des Landkreises und der Leader-Aktionsgruppe Rhön-Grabfeld würdige. Sein besonderer Dank gilt dabei den Regionalmanagerinnen Cordula Kuhlmann und Ursula Schneider, der Leader-Aktionsgruppe Rhön-Grabfeld, der Kreisentwicklung und Jugendamt. Die Projektkosten für das Konzept zur Neuausrichtung der Jugendzeltplätze im Landkreis Rhön-Grabfeld belaufen sich auf rund 12.100 EURO, Leader übernimmt davon 5.000 EURO. Die restliche Finanzierung trägt der Landkreis Rhön-Grabfeld.