Fulda. Weltweit herrscht fast uneingeschränkt Einigkeit darüber, dass dem Klimaschutz große Bedeutung zukommt. Um ihre Klimaschutz-Ziele zu erreichen, setzt die deutsche Bundesregierung auf den entschlossenen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Sie hat dies in verschiedenen Vereinbarungen festgeschrieben, u. a. im Integrierten Klima- und Energieprogramm (IKEP). Der jährlich stattfindende „Tag der Erneuerbaren Energien“ am 24. April soll die zunehmende Bedeutung dieser alternativen Energien in den Fokus rücken.
„Als verantwortungsbewusster regionaler Energieversorger teilen wir die Einschätzung, dass parallel zu den klassischen Energieträgern der Anteil der Erneuerbaren Energien ausgebaut werden muss“, unterstreicht GWV-Geschäftsführer Dr. Peter Szepanek. „Mit dem umweltschonenden Energieträger Erdgas haben wir in Sachen Klimaschutz eine gute Ausgangslage. Erdgas ist unter den fossilen Brennstoffen der, welcher die Umwelt am wenigsten belastet. Auch lässt sich die energieeffiziente Erdgas-Brennwerttechnik sehr gut mit der regenerativen Solarthermie kombinieren.“
Solarthermische Anlagen zur regenerativen Erzeugung von Warmwasser und/oder Unterstützung der Heizung sind auf eine „Basisheizung“ angewiesen, die besonders an sonnenarmen Tagen zuverlässig die Wärmeversorgung übernimmt. Erdgas-Brennwertgeräte bieten sich für diese Aufgabe an, denn sie können das schwankende Wärmeangebot der Solarkollektoren flexibel ausgleichen.
Noch einen technologischen Schritt weiter geht GWV mit einem im Raum Großenlüder geplanten Leuchtturm-Projekt. Dabei soll ab 2011 aus biogenen Reststoffen Biogas erzeugt werden, das anschließend an Ort und Stelle zu Bio-Erdgas veredelt und ins GWV-Netz eingespeist wird. Dr. Szepanek: „Bewusst setzen wir bei unserer Anlage nicht auf nachwachsende Rohstoffe, sondern verwenden biogene Reststoffe: Kantinenabfälle, abgelaufene Lebensmittel, Fette aus der Gastronomie und so weiter. Hinzu in großem Umfang Gülle. Vereinfacht ausgedrückt, verwandeln wir also Abfälle in wertvolle Energie. Das ist im besten Sinne regenerativ.“
Insgesamt soll die Anlage pro Jahr 20.000 t Lebensmittelabfälle und 10.000 t Gülle verarbeiten. Das erzeugte Bio-Erdgas deckt rechnerisch den Energiebedarf von über 1.000 Haushalten. Die anfallenden Gärreste sind ein gehaltvoller Dünger. Bislang gibt es in Deutschland erst eine Anlage dieser Art. GWV zeigt mit diesem Projekt Innovationsfreude und übernimmt Verantwortung für einen sinnvollen Ressourcenschutz.