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Liegenschaften des Landes beziehen jetzt ausschließlich Ökostrom

Hessen. Das Land Hessen bezieht für seine Liegenschaften und Ampelanlagen jetzt ausschließlich Ökostrom. Dies teilte heute in Wiesbaden Finanzminister Karlheinz Weimar mit. Wie der Minister weiter bekannt gab, stammt der von den hessischen Liegenschaften und Ampelanlagen bezogene Ökostrom ausschließlich aus Wasserkraftwerken in Norwegen, Schweden und Österreich. Das Land spare durch die Umstellung jährlich 161.000 Tonnen Kohlendioxid ein.

„Die Umstellung der Landesliegenschaften auf Ökostrom ist ein weiterer Schritt im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie der Landesregierung, um Hessen im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien nach vorn zu bringen“, unterstrich der Minister. Er verwies auf weitere energiepolitische Initiativen der Landesregierung wie den soeben angelaufenen Energiesparwettbewerb von 30 Landesdienststellen sowie auf die in diesem Monat von der Landesregierung beschlossene Ausdehnung der Landesbürgschaften für Unternehmen, die in erneuerbare Energien investieren.

Zudem würden demnächst der Campus Westend der Uni Frankfurt und zahlreiche benachbarte Behörden dank eines mit der Mainova AG abgeschlossenen langfristigen Fernwärme-Liefervertrags mit Energie aus dem Müll-Heizkraftwerk der Stadt Frankfurt versorgt. „Die Landesregierung nimmt ihre ökologische Verantwortung ernst und leistet mit diesen Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zur Einsparung von Treibhausgasen“, fügte Minister Weimar hinzu.

Im Einzelnen gliedert sich die Verteilung des Ökostroms wie folgt: 354 Großabnahmestellen wie Hessischer Landtag, Staatskanzlei und Ministerien, Regierungspräsidien, Polizeipräsidien, Finanzämter, Universitäten und Justizvollzugsanstalten, 1.199 Kleinverbraucher wie Forstämter und Außenstellen von Behörden sowie 2.850 Ampelanlagen. Nimmt man einen Stromverbrauch von ca. 3.200 kWh/Jahr für einen Privathaushalt an, so entspricht der Stromverbrauch des Landes mit 282 Mio. kWh/Jahr einem Verbrauch von 88.300 Haushalten.

Hessen war laut Weimar eines der ersten Länder, das nach der Liberalisierung des Strommarktes im Jahr 2000 die Chancen des Wettbewerbs nutzte, um seine Energiebeschaffung transparent und gleichzeitig ökologisch sinnvoll zu gestalten. „Seit dem Jahr 2001 beschaffen wir flächendeckend Strom über öffentliche Ausschreibungen und für das Jahr 2009 erstmals Ökostrom“, so Weimar.

In einer ersten Tranche hatte die Landesregierung ab Januar 2009 die Liegenschaften der Netzgebiete Kassel, Gießen, Frankfurt und Offenbach mit Ökostrom versorgt und dadurch bereits 70.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Das zweite Ausschreibungspaket komme nun unter anderem den Ampelanlagen sowie den Liegenschaften in den Netzgebieten Fulda, Darmstadt und Wiesbaden zu Gute. Neue Abnehmer des Ökostroms seien beispielsweise das Staatstheater Darmstadt, die JVA Weiterstadt, die FH Fulda, das neue Justiz- und Behördenzentrum Wiesbaden und die Kleinverbraucher.

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