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Ausstellung „Business & Biodiversity“ eröffnet

100422_BioOberelsbach. Noch bis Ende April ist im Informationszentrum für das Biosphärenreservat Rhön „Haus der Langen Rhön“ in Oberelsbach die Ausstellung „Ohne Vielfalt der Natur keine Vielfalt der Wirtschaft“ zu sehen. Am Beispiel der Bionade GmbH wird gezeigt, was ein Unternehmen tun kann, um die Natur zu schützen. Die internationale Wanderausstellung ist auf dem Weg zur 10. Vertragsstaatenkonferenz zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt im japanischen Nagoya.

2008 wurde die Initiative „Business and Biodiversity“ (übersetzt: Wirtschaft und biologische Vielfalt) vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ins Leben gerufen. Inzwischen haben sich ihr 42 Unternehmen angeschlossen; neben Bionade beispielsweise auch tegut… gute Lebensmittel. „Diese Unternehmen sind echte Vorreiter. Sie haben unterschrieben, dass sie in ihrem Management in Zukunft den Naturschutz beachten wollen“, erklärt Edgar Endrukaitis von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, die die Ausstellung im Auftrag des Bundesumweltministeriums umsetzte.

In einem UNESCO-Biosphärenreservat, sagt die stellvertretende Leiterin der bayerischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön, Dr. Doris Pokorny, gehe es „ums Ganze“: „Dazu gehört der Gedanke der Nachhaltigkeit, die Biodiversität und das nachhaltige Wirtschaften“, erklärt sie. Wenn vom Erhalt der biologischen Vielfalt die Rede sei, denke man in erster Linie an Tiere und Pflanzen und nicht gleich an die Wirtschaft. Doch gerade ihr komme dabei eine Schlüsselrolle zu.

„Die Idee von Bionade hat ursprünglich etwas mit gesunder Kinderlimo zu tun, und die soll es jetzt in bester Qualität geben – nämlich mit ökologischen Rohstoffen aus der Rhön“, meint der Geschäftsführer der Bionade GmbH Ostheim, Peter Kowalsky. Daher fördere Bionade automatisch den ökologischen Landbau und damit verbunden die Artenvielfalt. „Beim ökologischen Landbau wird nicht gegen Schädlinge gespritzt, sondern dort wird es der Natur überlassen, damit fertig zu werden“, nennt er ein Beispiel.

Der Begriff Biodiversität, erläutert Edgar Endrukaitis, umfasse alles, was zur Vielfalt der belebten Natur beitrage. „Dazu gehören also auch die Lebensräume. Wenn sie erhalten werden, dient das der Klimaregulierung, den funktionierenden Kreisläufen und letztlich auch dem Erholungseffekt einer Landschaft wie der Rhön“, sagt er. Genau hier setze die Ausstellung „Business and Biodiversity“ an.

In der Tat widmen sich die 16 Stelen den unterschiedlichsten Lebensräumen und ihrem momentanen Zustand, beispielsweise dem tropischen Regenwald, den Korallenriffen oder den Meeren. Sie zeigen die Ergebnisse der Überfischung der Weltmeere, beleuchten die Folgen der Waldvernichtung und stellen so die biologische Vielfalt als die Überlebensfrage für die Menschheit schlechthin in den Mittelpunkt. Anhand zahlreicher Fotos wird für den Betrachter deutlich, dass zerstörte Ökosysteme den Menschen nicht mehr mit Rohstoffen und natürlichen Dienstleistungen versorgen können.

Die Ausstellung im Informationszentrum „Haus der Langen Rhön“ ist noch bis zum 28. April zu sehen. Der Eintritt ist kostenlos.

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