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Urkundeübergabe besiegelt Umsetzung der zweisprachigen privaten Grundschule in Fulda

100416_SchuleFulda. „Das Bildungsunternehmen Dr. Jordan fügt seiner Erfolgsgeschichte einen weiteren positiven Baustein hinzu“, kommentiert Dr. Wolfgang Dippel, Bürgermeister und Schuldezernent, die Urkundenübergabe im Fuldaer Bildungsunternehmen.  Die Stadt unterstützt das Konzept auf ganzer Linie und erhofft sich positive Auswirkungen auf den Standort  Fulda und die gesamte Bildungsregion. „Es ist der richtige Schritt zur richtigen Zeit.“ Wolfgang Kremer vom Staatlichen Schulamt überreichte anlässlich der Feierstunde die Genehmigungsurkunde und betonte: „Dieses Angebot stellt eine große Bereicherung für unsere Schullandschaft dar.“

Der Blick in die nahe Zukunft: „Mitte August beginne wir mit zwei Klassen und einer Vorklasse“, erklärt Dr. Lothar Jordan, Inhaber des gleichnamigen Bildungsunternehmens. Es gab bereits 80 Anfragen vonseiten der Eltern und die Belegung hat bereits zwei Drittel überschritten. Die Schulkosten belaufen sich auf 200 Euro pro Monat und Kind, wobei die Schule mit Mitteln aus einem Sozialfond Eltern bis zu 50 Prozent Nachlass gewähren kann. Dr. Anja Schäfer, die den Stein ins Rollen brachte, stellte die Inhalte vor: „Es ist der gleiche Rahmen wie überall in Hessen, nur die Umsetzung erfolgt nach eigenem Konzept.“

Die wichtigste Neuerung stellt die Zweisprachigkeit dar.  Der Unterricht in allen Fächern wird tageweise in Englisch oder in Deutsch abgehalten. Durch Zuhören und Erfassen sollen die Kinder an die fremde Sprache herangeführt werden, dabei wird eine saubere Sprachkompetenz in Deutsch jedoch nicht vernachlässigt. Das neue Grundschulkonzept beinhaltet außerdem eine Vorschulklasse und ein Ganztagesangebot. Morgens können Kinder ab 7.30 betreut werden, die Nachmittagsbetreuung ist bis 17 Uhr möglich.

Nach der Kernunterrichtszeit ist eine Mittagspause vorgesehen. Nachmittags stehen nach einer Lese- und Vorlesestunde bis 14.30 die Fächer Kunst, Werken, Theater oder Musik auf dem Stundenplan. Auch eine Sport- und Bewegungsstunde sowie individuelle Förderung ist vorgesehen. Die Klassengrößen belaufen sich auf maximal 15 bis 22 Schüler.

Das Gebäude für die neue Grundschule entsteht derzeit auf dem Grundstück in der Fuldaer Rabanusstraße. Dafür wurden 2,8 Millionen Euro von der Unternehmensgruppe Parzeller, der die Immobilie gehört, investiert. 700 000 Euro kostet die Einrichtung, die das Bildungsunternehmen Dr. Jordan aufwendet.

Wenn sich die Schule etabliert habe, seien je zwei Klassen pro Jahrgangsstufe sowie die Vorschule geplant. Wenn das vierte Schuljahr absolviert ist, können die Kinder eine weiterführende Klasse im Bildungsunternehmen besuchen, aber auch der Wechsel in eine staatliche Schule ist möglich. Zu einer Info-Veranstaltung zur zweisprachigen privaten Grundschule lädt das Bildungsunternehmen am Dienstag, 20. April, um 19 Uhr ein.

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