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Bischof Algermissen bekundet Anteilnahme am Unfalltod des polnischen Staatspräsidenten Kaczynski

Fulda/Tarnów (bpf). Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen, Präsident von pax Christi Deutschland, hat in einem Brief an den für pax Christi Polen zuständigen Bischof von Tarnów (Polen), Wiktor Skworc, seine tiefe Betroffenheit über den Unfalltod des polnischen Staatspräsidenten Lech Kaczynski, seiner Ehefrau und der Verantwortungsträger aus Kirche, Politik und Gesellschaft Polens zum Ausdruck gebracht und ihm seine aufrichtige Anteilnahme bekundet.

„Ihr Präsident war mit den Repräsentanten des polnischen Volkes auf dem Weg nach Katyn, um erstmals öffentlich der polnischen Offiziere und Intellektuellen zu gedenken, die 1940 brutal ermordet wurden. Jetzt wird Katyn zum zweiten Male Ort einer polnischen Tragödie. Menschen, die in friedlicher Absicht kamen mit dem Willen zur Versöhnung, wurden Opfer eines tragischen Verkehrsunfalls“, schreibt Bischof Algermissen. Der letzte Dienst, den die Unfallopfer ihrem Land erweisen konnten, sei der, daß nun alle Welt von dem 1940 geschehenen Unrecht Kenntnis erhalten habe. Nach Jahrzehnten der Lügen, des Schweigens und der langsamen Annährung liege nun die Wahrheit offen. „Die Anteilnahme, die die Menschen gerade in Rußland, aber auch weltweit, zum Ausdruck bringen, ist ein hoffnungsvolles Zeichen für den Frieden unter den Menschen“, zeigt sich der deutsche pax-Christi-Präsident überzeugt. „Mögen die Toten in den Herzen Ihrer Landsleute unvergessen bleiben.“

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