Fulda. Tagesmütter und Tagesväter bieten Kindern eine kompetente und flexible Betreuung. Die Kindertagespflege stellt einen wichtigen Baustein des gesetzlich vereinbarten Ausbaus der Kinderbetreuung dar. Zur Gewährleistung der Qualität in der Kindertagespflege bedarf es persönlicher und fachlicher Voraussetzungen bei den interessierten Personen. Die Eignungsfeststellung ist dabei ein entscheidender Bestandteil der Qualitätssicherung in der Kindertagespflege. Ein kürzlich vom Hessischen Kindertagespflegbüro im Kreishaus in Fulda ausgerichteter Fachtag befasste sich mit der Thematik „Die Eignungsfeststellung in der Kindertagespflege“. Über 90 Fachkräfte der Kindertagespflege von Jugendämtern, Kommunen, freien Trägern und Initiativen sowie Fortbildungsinstituten nahmen am Fachtag teil und informierten sich über die verschiedenen Facetten der Eignungsfeststellung.
Karin Hahn vom Hessischen Kindertagespflegebüro referierte über das Thema „Gute Servicequalität in der Kindertagespflege?“. Sie berichtete über die professionelle Entwicklung der Kindertagespflege als Betreuungsform in den letzten Jahren. Anregungen aus dem „Aktionsprogramm Kindertagespflege“ gab Autorin Dr. Brigitte Schnock, ehemals Deutsches Jugendinstitut e.V. Sie erläuterte die Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige und umfassende Eignungsfeststellung. Über die „Eignungsfeststellung aus Sicht einer Kindertagespflegeperson“ berichtete Annerose Marotzke-Richter, Vorstand des Bundesverbandes für Kindertagespflege e.V. Im Rahmen von Arbeitsgruppen wurde die Eignungsfeststellung unter der Überschrift „vernetzt – ganzheitlich – qualitätsorientiert“ diskutiert und die Ergebnisse im Anschluss präsentiert.
„Der Austausch mit den Fachkolleginnen und -kollegen war sehr anregend und bereichernd“, so Diplom-Sozialarbeiterin Elke Krack-Drinnenberg vom Fachdienst Kindertagespflege des Landkreises. Die Qualität in der Kindertagespflege habe sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt. Ein wichtiger Punkt sei dabei die umfassende Eignungsfeststellung. „Qualifizierung, Weiterbildung und fachliche Begleitung sind Meilensteine auf dem Weg zur professionellen Kindertagespflege, die für uns eine wichtige Säule in der Kinderbetreuung darstellt“, unterstreicht Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld. Derzeit gebe es im Landkreis 120 Tagespflegepersonen. Die Grundqualifizierung zur Kindertagespflegeperson belaufe sich auf 193 Unterrichtseinheiten. „Es ist für uns von besonderer Bedeutung, neben dem qualitativen Ausbau der Kinderbetreuung die Qualitätssicherung in der Kindertagespflege zu gewährleisten.“