Wächtersbach. Auf ein erfolgreiches Jahr 2009 voller Ereignisse blickten die Pfadfinder des Stammes St. Bonifatius in Wächtersbach auf ihrer Stammesversammlung zurück. Im Nikolaus-Bauer-Haus hatten sich die Gruppenmitglieder aus allen Stufen sowie die Leiterinnen und Leiter und auch viele Eltern versammelt, um Rückschau zu halten und die Weichen für die Zukunft zu stellen.
72-Stunden-Aktion und Stammeslager „Arcis Rubicundum“
Ein Höhepunkt des vergangenen Jahres war die Teilnahme des ganzen Stammes an der 72-Stunden-Aktion „Uns schickt der Himmel“ des BDKJ im Mai, bei der der Stamm innerhalb von 72 Stunden drei gestellte Aufgaben (Bau eines Carports für die Wächtersbacher Tafel, Bau eines Menschenkickers, Gestaltung des Zauns des ev. Kindergartens) bewältigte. „Der ganze Ort war auf den Beinen und hat mitgemacht“, so resümierte der Stammesvorsitzende Markus Leis. Besonders dankte er allen Unterstützern und insbesondere den Eltern, die nicht nur zu dieser Aktion die Arbeit des Stammes intensiv und aktiv gefördert haben. „Die 72-Stunden-Aktion war sicher ein Ereignis, das uns immer im Gedächtnis bleiben wird, und es wird ganz sicher wieder eine Neuauflage in einigen Jahren geben, denn diese Aktion hat katholische Jugendarbeit unglaublich ins öffentliche Bewusstsein gerückt,“ so Leis weiter.
Zweites Highlight des Jahres war das Stammeslager „Arcis Rubicundus“ im Sommer. Mehr als 70 Stammesmitglieder aller Altersstufen verlebten eine wunderschöne Woche in Rothenburg ob der Tauber und auf dem Zeltplatz in Wörnitz, wo sie in die Welt des Mittelalters eintauchten. Eine Nachtwächterführung in Rothenburg, ein zweitägiger Hike und das Lagerleben in „Sippen“ mit vielen Workshops und inhaltlichen Programmteilen zum Mittelalter gipfelten in einem Ritterschlag am Lagerfeuer für alle die, die dabei waren.
Berichte aus den Stufen
Neben diesen Aktivitäten des ganzen Stammes waren aber auch die einzelnen Stufen im letzten Jahr sehr rührig. So nahmen die Wölflinge (6-11 Jahre) am diözesanen Wölflingslager in Bad Soden-Salmünster-Ahl teil, gestalteten das Krippenspiel der Gemeinde und sammelten Spenden für die Erdbebenopfer in Haiti.
Die Jungpfadfinder (11-14 Jahre) sammelten als Sternsinger für das Kindermissionswerk und bauten Schwedenstühle, die Pfadfindergruppe (14-16 Jahre) verbrachte ein Gruppenwochende im Schnee und gestaltete zwei Mosaike für das Nikolaus-Bauer-Haus, und die Rover (älter als 16 Jahre) renovierten den Gruppenraum der Pfadfinder und waren als Nikolaus in Wächtersbach unterwegs.
Mehr als 100 Mitglieder
Dass sich gute Arbeit auszahlt, ist an den Mitgliederzahlen des Stammes abzulesen. So haben die Wächtersbacher Pfadfinder nun über 100 zahlende Mitglieder, womit der Stamm zu den größten im Bistum Fulda gehört, berichtete Helmut Gudera, Kassenverantwortlicher des Stamms. Im letzten Jahr waren deswegen auch verschiedene Anschaffungen wie Zelte nötig, trotzdem steht die DPSG Wächtersbach auch finanziell auf soliden Füßen.
Vorstandswechsel
Neben der Rückschau stand auf der Stammesversammlung aber auch ein Generationswechsel an. So stand Bernd Faupel, seit 27 Jahren Stammesvorsitzender und einer der „Gründerväter“ der Pfadfinder in Wächtersbach , nicht mehr zur Wiederwahl. „Nachdem es nun jemanden gibt, der Interesse am Amt des Stammesvorstand hat, möchte ich die Arbeit des Stammes nun quasi aus der zweiten Reihe unterstützen“, sagte Faupel, dem die Versammlung herzlich für sein Engagement dankte. Zum neuen Mitglied im Vorstandsteam wählten die Anwesenden Henning Jansen, der künftig zusammen mit dem in seinem Amt bestätigten Markus Leis und dem Stammeskuraten Daniel Stehling die Geschicke des Stamms leiten wird. Sabine Fanta, selbst aus dem Stamm stammende Diözesanvorsitzende der DPSG im Bistum Fulda, dankte dem gesamten Stamm und besonders Bernd Faupel für all das, was geleistet wurde und wünschte dem neuen Vorstand viel Glück für die Zukunft.
Ausblick
Nun wird im Leben der DPSG Wächtersbach aber nicht plötzlich Ruhe einkehren, sondern die nächsten Aktionen stehen schon vor der Tür: am Fronleichnams-Wochenende findet ein Stammeslager in Ahl statt, eine große Gruppe von Jugendlichen und Jungen Erwachsenen wird als Helfer und Helferinnen auf den Ökumenischen Kirchentag nach München fahren, im Sommer wird es eine Leiterfahrt nach Südschweden geben und sogar für 2011 steht schon ein Termin fest im Kalender des Stammes: dann wird nämlich das große Diözesanlager „Scoutopia“ stattfinden, und eins ist klar: die Pfadfinder aus Wächtersbach werden dabei sein.

