Wiesbaden/Hünfeld. „Arbeit ist für Strafgefangene eine große Chance für eine erfolgreiche Wiedereingliederung in die Gesellschaft nach der Entlassung. Umso erfreulicher ist es, wenn die von ihnen erarbeiteten Erlöse dazu beitragen, Opfer von Straftaten zu unterstützen, auch wenn hier kein persönlicher Bezug zwischen Täter und Opfer besteht“, sagte Justizstaatssekretär Dr. Rudolf Kriszeleit anlässlich der heutigen Übergabe einer Spende in Höhe von 2.500,– Euro durch den Betreiber des privatisierten Teils der JVA Hünfeld, der Firma Serco GmbH, an den Landesvorsitzenden des Weißen Rings e.V., Horst Cerny.
Seit März 2007 stellt die Firma Serco GmbH den ersten „Kaffee hinter Gittern“ in einer Kaffeerösterei in der JVA Hünfeld her, der von Gefangenen unter fachkundiger Anleitung geröstet, gemahlen und verpackt wird. Die Firma Serco hat sich dazu verpflichtet, mindestens 25 Cent pro Kilo verkauften Kaffees an den Weißen Ring zu spenden. „Auch im Strafvollzug muss dem Schutz der Opfer erhebliche Bedeutung beigemessen werden. Die unmittelbare Verknüpfung zwischen der Arbeit von Gefangenen und dem Opferschutz durch die private Initiative begrüße ich daher sehr“, betonte Dr. Kriszeleit abschließend.