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Büdingen – Staufer zum Staunen

100312_SchlossBüdingen. Das anlässlich einer großen Sonderausstellung in Mannheim ausgerufene Stauferjahr 2010 gibt auch Büdingen Gelegenheit, an seine Anfänge zu erinnern. Schließlich war die Ortsgründung um 1170 wie die seiner Nachbarn Gelnhausen oder Friedberg eine unmittelbare Folge der von den staufischen Kaisern betriebenen Reichslandsicherung. Zur Kette der Burgen, die damals zum Schutz der „Terra imperii“ zwischen Main und nördlicher Wetterau entstanden, gehörte nicht zuletzt das ursprünglich als Wasserfestung angelegte Büdinger Schloss. Ihr Bauherr, der Edelfreie Hartmann I., galt als Vertrauter von Kaiser Friedrich I. („Barbarossa“), sein Sohn Gerlach II., jetzt sogar als Landvogt über die Wetterau, von Friedrich II.

Da nie von Grund auf zerstört und bis heute bewohnt, blieb der außergewöhnliche Grundriss eines dreizehnseitigen Vielecks unverändert. Somit ist die Burg eine der am besten erhaltenen Stauferbauten Deutschlands. Teile der aus fünf Jahrhunderten stammenden Ausstattung mit ihren kostbaren Renaissance-Wandgemälden können besichtigt werden. Außerdem erinnern Stadtführungen unter staufischen Vorzeichen daran, wie bedeutsam die Burg für die weitere Entwicklung Büdingens war. Eine Sonderführung Staufer im Büdinger Land findet am 05. April ab 14 Uhr (Ostermontag) statt.

Treffpunkt ist der Schlossplatz. Die Führung kostet 8 Euro pro Person. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Voranmeldung nötig. Karten gibt es bei der Tourist-Information Büdingen, Marktplatz 9, 63654 Büdingen, Telefon: 06042-96370, info@buedingen-touristik.de .

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